npfefferlein am 08.08.2013

Bundestagskandidaten des Wahlkreises 191 diskutierten am 01. August 2013 über Bildung im Landratsamt Sondershausen

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Foto: Babette Pfefferlein, Kandidaten: Johannes Selle, Kersten Steinke, Nicol Pfefferlein, Klaus Sommerfeld und Patrick Kurth

 

Am Donnerstag den 01. August 2013 diskutierten die Direktkandidaten für die Bundestagswahl des Wahlkreises 191 Steffen-Claudio Lemme (SPD), Johannes Selle (CDU), Kersten Steinke (DIE LINKE), Nicol Pfefferlein (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN), Klaus Sommerfeld (Piraten-Partei) und Patrick Kurth (FDP) über das Thema „Bildung im Spannungsfeld zwischen Bund, Ländern und Kommunen“.  Moderator Christian Stadali diskutierte im Rahmen der Veranstaltung die Themenschwerpunkte Föderalismus, Schulkonzepte und Übergang von Schule in den Beruf mit den Podiumsteilnehmern. Eingeladen hatte die Initiative "Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis". 

Schon zu Beginn der Veranstaltung waren sich im Grunde genommen alle Kandidaten im Ziel einig, man brauche gute Bildung und bessere Bedingungen, um das deutsche Bildungssystem wieder voran zu bringen. Bei der Frage wie das Ziel zu realisieren sei, kristallisierten sich im Laufe der Podiumsdiskussion unterschiedliche Ansichten heraus. Interessant in diesem Fall waren die Ansichten des einzigen Praktikers im Podium. Nicol Pfefferlein kennt aus nächster Nähe, durch seine Erfahrung als Erzieher, die alltäglichen Probleme mit denen Bildungseinrichtungen zu kämpfen haben. Die Kommunen und das Land haben zu wenig Geld für Bildung, hieraus ergibt sich zum Beispiel das Problem eines Mangels an Pädagoginnen und Pädagogen. Es brauchen daher bloß ein bis zwei Pädagogen/innen auszufallen, dann bricht in der Einrichtung alles zusammen, so Pfefferlein. Er plädierte daher für die Aufhebung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern. So könne der Bund seine Verantwortung für die Bildung wahrnehmen und dringend benötigte Unterstützung, gerade für die oft klammen Kommunen leisten. Des Weiteren setzt sich der bündnisgrüne Nicol Pfefferlein für ein gemeinsames inklusives und längeres Lernen ein, um allen Schülerinnen und Schülern gleiche Bildungschancen zu ermöglichen. Daher stehe er für den Ausbau inklusiver Gemeinschaftsschulen und die Abschaffung des exklusiven dreigliedrigen Schulsystems. Gerade durch die Gemeinschaftsschulen wird den Jugendlichen auch der Übergang von der Schule in den Beruf erleichtert, da die Schüler und Schülerinnen unter gleichen Bedingungen unterrichtet werden. Am Ende der lebhaften Diskussion verwies Pfefferlein auf ein weiteres Problem, die nicht mehr zeitgemäße Lehramtsausbildung. „Wir bündnisgrünen sind für eine Reform der Lehramtsausbildung.“ Besonders vor dem Hintergrund der Arbeit mit neuen Techniken wie Whitboards oder neuer sozialer Herausforderungen wie  inklusive Schulformen sind Lehramtsabsolventen oft überfordert. Hier muss die Lehramtsausbildung den neuen Bedingungen angepasst werden. Abschließend meinte Pfefferlein, „egal welchen Schultyps, der Lehrkörper müsse künftig gleich bezahlt werden, damit Entscheidungen des Schultyps weniger zugunsten des Gehaltes fallen.       

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