Grüne Jugend Thüringen: Wer wir sind und was wir wollen.

Die Grüne Jugend Thüringen (GJT) ist seit 2003 mit frischem und jungem Elan dabei, die thüringer Politik nicht nur den "Alten" zu überlassen. Da wir die nächste Generation sind, die auf diesem Planeten leben wird, und da es auch unsere Kinder sind, welchen wir diese Welt übergeben werden, setzen wir uns für einen konsequenten Schutz der Umwelt, für einen schonenden Umgang mit endlichen Ressourcen und für die Förderung regenerativer Energien ein. Dass es dabei keinen gesellschaftlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen geben darf, ist selbstverständlich für uns.

Aber auch solch strittige und kontroverse Themen wie die Bildungspolitik werden von uns beleuchtet: das Recht auf gleiche Bildungschancen für alle ist oberstes Gebot!

Schon wieder ein Monat rum. Und wieder ist viel passiert. Was genau? Einfach nachlesen! Viel Spaß dabei!

 

3.-5.02. Methodenseminar in Berlin

In Vorbereitung auf den Bundestagswahlkampf lernten Sprecherin Laura und politischer Geschäftsführer Fabian bei diesem Seminar nicht nur, wie man eine erfolgreiche politische Kampagne organisiert, sondern bekamen von Ex-Bundessprecher Erik Marquardt z.B. auch wertvolle Tipps für die Social-Media-Arbeit.

 

11.02. Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Die GRÜNE JUGEND Erfurt beteiligte sich an der vom Plätzebündnis organisierten Demonstration gegen die Abschiebungspolitik der Bundesregierung nach Afghanistan. Mehrere Hundert Menschen zogen in Erfurt vom Fischmarkt über den Anger bis zur Staatskanzlei, um ein humane Asylpolitik zu fordern. Die Demo war Teil einer Reihe von Protesten in ganz Deutschland.

 

12.02. Bundesversammlung

Christina, Sprecherin der GJ Jena, und unsere Landessprecherin Laura durften für die GRÜNE Landtagsfraktion Thüringen nach Berlin fahren und bei der 16. Bundesversammlung ihre Stimme abgeben. Was sie sonst noch so an diesem aufregenden Wochenende erlebten, könnt ihr hier nachlesen àhttp://gruene-fraktion.thueringen.de/bundesversammlung/wir-waren-die-j%C3%BCngsten

 

13.02. Infoveranstaltung in Erfurt „Unverpackte Leckereien“

„Louise genießt“ ist der erste Unverpackt-Laden Erfurts. Was der Verpackungswahn für unsere Umwelt und uns im alltäglichen Leben bedeutet und wie man sich dem entziehen kann, darüber informierte die Inhaberin Claudia Schmeißer von „Louise genießt“. Wer Einkaufen ohne lästigen Müll selbst mal ausprobieren will, findet Louise genießt in der Paulstraße 25 in Erfurt.

 

14.02. Besuch der Suchtberatungsstelle in Nordhausen

Dass das Thema Sucht auch in Geflüchtetenunterkünften thematisiert werden muss, lernten wir beim Gespräch mit Herrn Rzepus, Leiter der Suchtberatungsstelle Nordhausen. Gemeinsam mit der grünen Landtagsabgeordneten Babett Pfefferlein besuchten wir diese, um in einem interessanten Gespräch mehr über die Probleme und Potenziale der Suchtberatung herauszufinden.

 

16.02. Blut überall Blut? Alternative Monatshygiene, Erfurt

Spannende Gespräche gab es bei unserem Workshop im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Frauen*kampftag, den dreizehn junge Frauen nutzten, um sich über umweltschonende und gesündere Alternativen zu Tampons bis hin zum Konzept des „Free Bleeding“ auszutauschen.

 

18.02. Erstes Treffen des Wahlkampfteams der GJ Thüringen in Erfurt

Ende September geht es bei der Bundestagswahl darum, wie wir in Zukunft leben werden. Das werden wir nicht anderen überlassen, sondern uns selbst engagieren, so gut wir können. Unsere Bundessprecherin, Jamila, stellte bei unserem ersten Treffen des GJTh-Wahlkampfteams das Wahlkampfkonzept des Bundesvorstands vor und beantwortete unsere Fragen. Unser Wahlkampfteam wird sich in der nächsten Zeit noch häufiger zur Planung von coolen Aktionen für den Wahlkampf treffen. Die Termine schicken wir rechtzeitig rum, sodass du auch jederzeit noch dazu stoßen kannst.

 

27.02.Veranstaltung zu „Was hat R2g bisher bildungspolitisch erreicht“ in Weimar

Zusammen mit dem bildungspolitischen Referenten der grünen Landtagsfraktion, Tino Gassmann, diskutierten wir die Frage, was R2g bisher bildungspolitisch erreicht hat und was in nächster Zeit noch zu erwarten sein wird. Die Veranstaltung diente als Einführung in das Thema Bildungspolitik, welches auch das Hauptthema der ersten Landesmitgliederversammlung in diesem Jahr ebenfalls in Weimar sein wird.

 

31.02. Homepage neu gelauncht

Besucht unsere neue Homepage unterwww.gj-thueringen.de. Der Landesvorstand hat viel Zeit und Energie investiert, damit wir wieder eine Homepage auf der Höhe der Zeit haben. Dort findet ihr so ziemlich alles. Von Berichten zu Aktionen und Veranstaltungen, unsere politischen Beschlüsse, aber auch sämtliche Formulare, die man immer mal gebrauchen kann.

 

Vergesst nicht, euch zur Landesmitgliederversammlung vom 01. bis 02. April in Weimar anzumelden. Denn nur die ersten zwanzig bekommen ein super bequemes Bett zum Schlafen. Also schnell sein und unter https://www.gj-thueringen.de/aktuelles/termin/1-lmv_2017/ anmelden.

 

Die erste Landesmitgliederversammlung 2017 der GRÜNEN JUGEND Thüringen steht an und wird unter dem Motto „Unsere Bildung – Unsere Mitbestimmung!“ stattfinden.
Unter diesem Link kommt ihr zu weiteren Informationen und zur Anmeldung.

Die Beethovenverbände Thüringens, der Zusammenschluss linker Jugendverbände, fordern die Thüringer Landesregierung auf, Asylsuchenden, die Opfer rechter Gewalt geworden sind, und deren Familien ein Bleiberecht zu gewähren. Damit unterstützen sie den gestrigen Vorstoß der flüchtlingspolitischen Sprecherinnen der rot-rot-grünen Landtagsfraktionen. Unter dem Dach der Beethovenverbände sind die Jugendverbände Jusos, linksjugend [‘solid], Grüne Jugend, SJD-Die Falken, Jugendwerk der AWO und Naturfreundejugend zusammengeschlossen. 
 
„Die Zahl rechter Straftaten hat sich in den vergangenen zwei Jahren beträchtlich erhöht. Nach Angaben der Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen (ezra) ist Rassismus dabei das häufigste Tatmotiv. Wir können es nicht hinnehmen, dass Menschen, die in Thüringen Schutz vor Krieg und Verfolgung und ein besseres Leben suchen, Opfer von rassistischer Gewalt werden, um anschließend abgeschoben zu werden“, so die Beethovenverbände.
 
„Das Beispiel Brandenburg zeigt, dass es möglich ist, auch in Zeiten verschärfter Asylgesetze auf Bundesebene landespolitische Spielräume einer „humanen Asylpolitik“ zu nutzen“, betonen die Beethovenverbände mit Blick auf den Beschluss des brandenburgischen Landtags und auf den anschließenden Erlass des brandenburgischen Innenministeriums vom Dezember 2016, Ausreisepflichtigen, die Opfer einer rechten Gewaltstraftat geworden sind, zu einem Bleiberecht zu verhelfen.
 
„Das Bleiberecht für Opfer rechter Gewalt und deren Familien stellt dabei nicht nur einen Schritt in Richtung Wiedergutmachung für das ihnen widerfahrene Unrecht dar, es verdeutlicht auch, dass die Landesregierung auf der Seite derer steht, die unter rassistischer Gewalt leiden und durchkreuzt die Pläne derjenigen Gewalttäter*innen, die Asylsuchenden generell ein Bleiberecht verwehren wollen“, argumentieren die Beethovenverbände weiter. „Gerade im Heimatland des NSU muss sich Politik immer auf die Seite der Opfer rechter Gewalt stellen!“
 
Abschließend betonen die Beethovenverbände: „Wir erwarten von der Thüringer Landesregierung, die sich in ihrem Koalitionsvertrag zu einer „menschenwürdigen Asyl- und Flüchtlingspolitik“ bekennt, alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um diesem Anspruch gerecht zu werden. 

Unser Ideal bleibt eine Welt ohne Grenzen, in der Menschen nicht massenhaft beim Versuch der Grenzüberschreitung sterben. Unsere  Forderung ist es, dass Menschen nach der Flucht vor Hunger, Krieg, politischer Verfolgung, Armut, Perspektivlosigkeit oder Klimakatastrophen in Europa menschenwürdige Zustände vorfinden und nicht als Verteilmasse im technokratischen Stil abgewertet, von Rassist*innen angegriffen oder in eine ungewisse Zukunft abgeschoben werden. Mit der aktuellen politischen Situation konfrontiert, werden wir weiterhin gegen rassistische Stimmungsmache, die Infragestellung des Grundrechts auf Asyl und gegen Abschiebungen und Rassismus in Politik und Gesellschaft kämpfen. Wir wollen aber auch unsere bestehenden konkreten Möglichkeiten nutzen und uns für bessere Lebensbedingungen geflüchteter Menschen einsetzen. Das heißt für uns derzeit, die Landesregierung an ihren Handlungsspielraum zu erinnern und auf eine Veränderung der Thüringer Asylpolitik hinzuwirken. Das Bleiberecht für Opfer rechter Gewalt und deren Familien ist dabei ein erster Schritt.“

 

Unsere politischen Neujahrswünsche für 2017 sind gestellt. Mit dieser Aktion wollten wir auf Themen hinweisen, die uns als Grüner Jugend wichtig sind und hoffen, dass möglichst viele unserer Forderungen von der Thüringer Landesregierung tatsächlich umgesetzt werden! Wir werden uns auch dieses Jahr weiterhin aktiv für diese Ziele einsetzen und euch über den aktuellen Stand auf dem Laufenden halten! ;)

FotoJet Collage

Unsere politischen Neujahrswünsche für 2017 sind gestellt. Mit dieser Aktion wollten wir auf Themen hinweisen, die uns als Grüner Jugend wichtig sind und hoffen, dass möglichst viele unserer Forderungen von der Thüringer Landesregierung tatsächlich umgesetzt werden! Wir werden uns auch dieses Jahr weiterhin aktiv für diese Ziele einsetzen und euch über den aktuellen Stand auf dem Laufenden halten! ;)

 

Das Ziel darf es nicht sein, Menschen mit Behinderung zu integrieren und ihnen lediglich hier und da Zugänge zu schaffen, sondern Ziel muss sein, die gesellschaftlichen Strukturen, wie Einrichtungen oder Dienste, so zu gestalten, dass sie für alle Menschen sinnvoll nutzbar sind.

Deshalb ist es  dringend notwendig, die zum Teil noch mangelhaft vorhandene Barrierefreiheit beim ÖPNV weiter auszubauen, sodass alle Transportmittel und Haltestellen uneingeschränkt genutzt werden können. Genauso wichtige ist es jedoch auch, Hürden abzubauen, die z.B. die Beschaffung von allgemeinen Informationen erschweren. Als politische Jugendorganisation setzt sich die GRÜNE JUGEND Thüringen besonders dafür ein, dass Menschen mit Behinderung an der politischen Willensbildung uneingeschränkt teilhaben können. Das umfasst u.a. die Möglichkeit der Informationsbeschaffung sowohl online als auch offline. Zum Ersteren gehören beispielsweise barrierefreie Dokumente, Alternativtexte für Bilder, Gebärdendolmetscher*innen oder untertitelte Videos. Zum Letzteren gehören der stets barrierefreie Zugang zu Wahllokalen, die Möglichkeit der uneingeschränkten Teilnahme an Versammlungen, Veranstaltungen oder Plenarsitzungen, als auch ggf. die Bereitstellung eine*r Gebärdendolmetscher*in oder von Blindenhelfer*innen.

Hier sehen wir uns politischer Jugendverband selbst in der Pflicht, Menschen die Partizipation an der Verbandsarbeit und an Veranstaltungen & Aktionen ohne große Hürden zu ermöglichen. Unser Ziel für 2017 ist es deshalb, Barrieren zu analysieren und abzubauen und gemäß unserem Motto #GrenzenlosGlücklich für eine barrierefreie Welt zu streiten – und dies auf eine Art und Weise, die allen Menschen ermöglicht, daran teilzuhaben und mitzugestalten.

Auch der aktuelle Thüringer Inklusions-Monitor (Fallzahl=1002) zeigt, dass sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderung (mit 61 bzw. 60%) fast zu gleichen Teilen der Meinung sind, dass die Barrierefreiheit im Freistaat nicht ausreichend gewährleistet ist. 49% der befragten Menschen mit Behinderung sind der Meinung, dass in Thüringen nicht ausreichend Maßnahmen getroffen werden für eine bessere Teilhabe von Behinderten. Derselben Ansicht sind auch 41% der Menschen ohne Behinderung. Unsere Forderung „Behinderte Menschen im (politischen) Leben stärken“ ist ein weites und wichtiges Feld – umso mehr Ansatzpunkte gibt es, die benötigten Vorkehrungen umzusetzen.

Das Ziel darf es nicht sein, Menschen mit Behinderung zu integrieren und ihnen lediglich hier und da Zugänge zu schaffen, sondern Ziel muss sein, die gesellschaftlichen Strukturen, wie Einrichtungen oder Dienste, so zu gestalten, dass sie für alle Menschen sinnvoll nutzbar sind.

Deshalb ist es  dringend notwendig, die zum Teil noch mangelhaft vorhandene Barrierefreiheit beim ÖPNV weiter auszubauen, sodass alle Transportmittel und Haltestellen uneingeschränkt genutzt werden können. Genauso wichtige ist es jedoch auch, Hürden abzubauen, die z.B. die Beschaffung von allgemeinen Informationen erschweren. Als politische Jugendorganisation setzt sich die GRÜNE JUGEND Thüringen besonders dafür ein, dass Menschen mit Behinderung an der politischen Willensbildung uneingeschränkt teilhaben können. Das umfasst u.a. die Möglichkeit der Informationsbeschaffung sowohl online als auch offline. Zum Ersteren gehören beispielsweise barrierefreie Dokumente, Alternativtexte für Bilder, Gebärdendolmetscher*innen oder untertitelte Videos. Zum Letzteren gehören der stets barrierefreie Zugang zu Wahllokalen, die Möglichkeit der uneingeschränkten Teilnahme an Versammlungen, Veranstaltungen oder Plenarsitzungen, als auch ggf. die Bereitstellung eine*r Gebärdendolmetscher*in oder von Blindenhelfer*innen.

Hier sehen wir uns politischer Jugendverband selbst in der Pflicht, Menschen die Partizipation an der Verbandsarbeit und an Veranstaltungen & Aktionen ohne große Hürden zu ermöglichen. Unser Ziel für 2017 ist es deshalb, Barrieren zu analysieren und abzubauen und gemäß unserem Motto #GrenzenlosGlücklich für eine barrierefreie Welt zu streiten – und dies auf eine Art und Weise, die allen Menschen ermöglicht, daran teilzuhaben und mitzugestalten.

Auch der aktuelle Thüringer Inklusions-Monitor (Fallzahl=1002) zeigt, dass sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderung (mit 61 bzw. 60%) fast zu gleichen Teilen der Meinung sind, dass die Barrierefreiheit im Freistaat nicht ausreichend gewährleistet ist. 49% der befragten Menschen mit Behinderung sind der Meinung, dass in Thüringen nicht ausreichend Maßnahmen getroffen werden für eine bessere Teilhabe von Behinderten. Derselben Ansicht sind auch 41% der Menschen ohne Behinderung. Unsere Forderung „Behinderte Menschen im (politischen) Leben stärken“ ist ein weites und wichtiges Feld – umso mehr Ansatzpunkte gibt es, die benötigten Vorkehrungen umzusetzen.

Ein elternunabhängiges BAföG wird bisher nur in Ausnahmefällen genehmigt. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der*die Auszubildende zu Beginn des Ausbildungsabschnitts das 30. Lebensjahr vollendet hat oder zwischen dem 18. Geburtstag und Ausbildungsbeginn mindestens fünf Jahre gearbeitet hat. Wir fordern, diese Regelung des „Elternunabhängigen BAföGs“ auf alle Auszubildenden auszuweiten, da nur so für alle die gleichen Ausbildungschancen garantiert sind. In manchen Fällen sagt das Einkommen bzw. das Vermögen der Eltern nichts über die tatsächlichen finanziellen Möglichkeiten der*s Auszubildenden aus. So kann es beispielsweise vorkommen, dass Eltern ihrem Kind keinen Unterhalt zahlen, obwohl sie laut Gesetz dazu verpflichtet sind. Zwar kann in diesem Fall gegen die Eltern geklagt werden, in der Theorie ist dies aber leichter gesagt als in der Praxis getan. Auch ist es möglich, dass jemand kein Anrecht mehr auf Unterhalt der Eltern hat, die Bedingungen für ein elternunabhängiges BAföG aber nicht erfüllt sind. Wenn die Eltern ihr Kind dann nicht unterstützen wollen obwohl sie es eigentlich könnten, kann dies die Ausbildung des Kindes gefährden. Dies hat in unseren Augen nichts mit Chancengleichheit zu tun! Wir fordern deshalb ein elternunabhängiges BAföG für alle!

Bafögverkleinert

Ein elternunabhängiges BAföG wird bisher nur in Ausnahmefällen genehmigt. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der*die Auszubildende zu Beginn des Ausbildungsabschnitts das 30. Lebensjahr vollendet hat oder zwischen dem 18. Geburtstag und Ausbildungsbeginn mindestens fünf Jahre gearbeitet hat. Wir fordern, diese Regelung des „Elternunabhängigen BAföGs“ auf alle Auszubildenden auszuweiten, da nur so für alle die gleichen Ausbildungschancen garantiert sind. In manchen Fällen sagt das Einkommen bzw. das Vermögen der Eltern nichts über die tatsächlichen finanziellen Möglichkeiten der*s Auszubildenden aus. So kann es beispielsweise vorkommen, dass Eltern ihrem Kind keinen Unterhalt zahlen, obwohl sie laut Gesetz dazu verpflichtet sind. Zwar kann in diesem Fall gegen die Eltern geklagt werden, in der Theorie ist dies aber leichter gesagt als in der Praxis getan. Auch ist es möglich, dass jemand kein Anrecht mehr auf Unterhalt der Eltern hat, die Bedingungen für ein elternunabhängiges BAföG aber nicht erfüllt sind. Wenn die Eltern ihr Kind dann nicht unterstützen wollen obwohl sie es eigentlich könnten, kann dies die Ausbildung des Kindes gefährden. Dies hat in unseren Augen nichts mit Chancengleichheit zu tun! Wir fordern deshalb ein elternunabhängiges BAföG für alle!

Politische Neujahrswünsche #7

Sexualität darf kein Tabu mehr sein!

Die gerade geführte Debatte um staatlich finanzierte Sexualassistenz für Pflegebedürftige zeigt erneut das Kernproblem unseres Umgangs mit Sexualität auf. Wir leben zwar in einer sexualisierten Welt und sind dieser jeden Tag öffentlich ausgesetzt, sachliche Debatüten über Form und Inhalt von Sexualität werden jedoch kaum geführt. Sexualität und der sexuelle Akt werden als etwas Schmutziges und Verbotenes dargestellt. Durch diese Voraussetzungen ermöglicht, nutzen vor allem rechtspopulistische Parteien das Thema, um Hass und Ekel zu schüren.

Sexualität ist etwas, das den Menschen das ganze Leben in verschiedenen Formen begleitet. Deshalb fordern wir eine Enttabuisierung des Umgangs mit Sexualität und deren Aufnahme in den öffentlichen und offenen Diskurs.

Sexualerziehung

Um Kinder und junge Erwachsene zu offenen, respektvollen und entscheidungskompetenten Personen zu erziehen, müssen ihnen die Möglichkeiten gegeben werden, entsprechend ihrer persönlichen Voraussetzungen, in vorurteilsfreien und unbelasteten Rahmen über Sexualität und alles, was damit zusammenhängt, reden zu können. Somit kann ohne das Aufbauen eines schlechten Gewissens, bspw. in Bezug auf Selbstbefriedigung, Selbstbewusstsein gelehrt und Verständnis gefördert werden – für den eigenen und den anderen Körper. Die heute in Schulen stattfindende Sexualerziehung ist veraltet und muss verbessert werden.

Sexualität und Konsum

Laut offizieller Zahlen liegt Deutschland mit knapp 12,5% auf Platz Eins des weltweit generierten Pornographie-Traffics im Internet. Plattformen wie Pornhub erfreuen sich auch unter Amateurfilmer*innen großer Beliebtheit. Die Anzahl an Menschen, die sexuelle Angebote gegen Geld offerieren, liegen laut unbestätigter Schätzungen bei mind. 400.000 Personen. Zwar ist Prostitution laut Gesetz nicht mehr sittenwidrig, jedoch haben Menschen, die diesen Beruf ausüben auch weiterhin mit einem arbeitsfeldbedingten unwürdigen Umgang durch Polizei, Verwaltung, Gesellschaft etc. zu kämpfen. Eine Stigmatisierung findet auch für diejenigen statt, die diese Angebote in Anspruch nehmen. Während ein unvoreingenommener Diskurs über Prostitution erreicht werden muss, muss weiterhin die durch Tabuisierung ins Dunkel gerückte und dadurch geförderte Zwangsprostitution verfolgt werden.

Keine Luxussteuer für Grundbedürfnisse

Die Menstruation ist etwas ganz Alltägliches und Normales – (fast) jede Frau hat sie monatlich für ein paar Tage lang. Um das Blut aufzufangen braucht sie bestimmte Produkte – ob nun Tampons, Binden oder eine Menstruationstasse – Fakt ist: keine Frau kommt um Monatshygieneartikel herum! Es ist deshalb absolut unverständlich, warum auf diese die sogenannte Luxussteuer in Höhe von 19% erhoben wird. Das einzige, was diese Steuer zeigt, ist, in wie vielen gesellschaftlichen Bereichen patriarchale Strukturen immer noch fortwirken und das Leben von Frauen beeinflussen. Wir fordern deshalb die sofortige Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf Monatshygieneartikel auf den ermäßigten Satz von 7%.


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