Grüne Jugend Thüringen: Wer wir sind und was wir wollen.

Die Grüne Jugend Thüringen (GJT) ist seit 2003 mit frischem und jungem Elan dabei, die thüringer Politik nicht nur den "Alten" zu überlassen. Da wir die nächste Generation sind, die auf diesem Planeten leben wird, und da es auch unsere Kinder sind, welchen wir diese Welt übergeben werden, setzen wir uns für einen konsequenten Schutz der Umwelt, für einen schonenden Umgang mit endlichen Ressourcen und für die Förderung regenerativer Energien ein. Dass es dabei keinen gesellschaftlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen geben darf, ist selbstverständlich für uns.

Aber auch solch strittige und kontroverse Themen wie die Bildungspolitik werden von uns beleuchtet: das Recht auf gleiche Bildungschancen für alle ist oberstes Gebot!

Teste deine politischen und persönlichen Skills bei unserem Seminar „Politische Botschaften transportieren“ und entwickle sie. Da die Teilnehmer*innenanzahl begrenzt ist und damit wir die Verpflegung besser planen können, möchten wir dich bitten dich mit einer kurzen Mail an buero@gj-thueringen.de anzumelden. Das Seminar ist für Mitglieder der GJ Thüringen komplett kostenlos. Und auch Fahrtkosten bekommt ihr erstattet, soweit euch für die Teilnehme welche entstehen. Also schnell sein und anmelden. Denn das solltest du nicht verpassen:

Workshop: Politische Botschaften transportieren
Samstag, 6. Mai 2017, 10:00 – 18:00
GJ Thüringen, Landesgeschäftsstelle, Lutherstraße 5, 99084 Erfurt
Teilnehmer*innenzahl: max. 15

Inhalt des Seminars:

Du hast politische Visionen, aber es fällt dir schwer, sie anderen zu erklären? Du wünschst dir, in kontroversen Diskussion sicherer aufzutreten? Du fragst dich, wie du mit Gegenargumenten umgehen kannst?
Dann bist du im Tagesworkshop „Politische Botschaften transportieren“ genau richtig!
Der Workshop bietet dir die Chance, neue Techniken zu lernen und neue
Erfahrungen zu sammeln. Hier üben wir gemeinsam, politische Botschaften überzeugend rüberzubringen. Wir beschäftigen uns mit grundlegenden Techniken der Argumentation sowie mit Strategien zum Umgang mit Einwänden. In praktischen Übungen hast du die Gelegenheit, deine Forderungen auf den Punkt zu bringen, an deinem Auftreten zu feilen, Argumentationstechniken selbst auszuprobieren und individuelles Feedback zu bekommen. Dabei liegen die Schwerpunkte auf zwei Situationen: der Teilnahme an Podiumsdiskussionen und Gesprächen auf der Straße (z.B. am Infostand/ im Wahlkampf/ bei Aktionen).

Trainerin: Lisa Bendiek

Lisa (28) hat Ethnologie, Psychologie und Gender Studies in Hamburg, Halle (Saale) und Paris studiert. Erfahrungen mit politischer Arbeit sammelte sie u.a. in Vorständen der Grünen Jugend, in studentischen Arbeitskreisen und in feministischen Demo-Bündnissen. Hauptberuflich gibt sie Seminare zu „interkultureller Kommunikation“ für Behörden in Sachsen. Nebenberuflich gibt sie Seminare zu Rhetorik, Moderation, Antidiskriminierung und Queerfeminismus. Sie wohnt in Leipzig, mag Katzen und sammelt regenbogenfarbene Gegenstände.

Ablauf

10:00 Begrüßung, Kennenlernen und Einstieg
10:45 Übung: Politische Botschaften auf den Punkt bringen
11:30 Übung: Bordsteinsekunde und Feedback
12:00 Input: Techniken der Argumentation
13:00 Mittagspause
14:00 Simulation und Feedback: Podiumsdiskussion
15:30 Übung: Argumente, Gegenargumente, Argumente gegen Gegenargumente 16:00 Simulation und Feedback: Gespräch am Straßenstand
17:00 Tipps und Tricks
17:30 Feedback
18:00 Abschluss

Anlässlich des Internationalen Tages zur Abschaffung von Tierversuchen am 24. April fordert die GRÜNE JUGEND Thüringen eine massive Reduzierung dieser. Im Zuge dessen will sie die Thüringer Landesregierung an ihre Ziele zur Förderung von Alternativen zu Tierversuchen erinnern.

 

Ein wichtiges Anliegen für die Landessprecherin Laura Wahl: „Die Grausamkeit von Tierversuchen ist eine bekannte Tatsache. Als GRÜNE JUGEND Thüringen fordern wir deshalb, dass Tierversuche – soweit sie nicht gänzlich vermeidbar sind – auf einem absoluten Minimum gehalten werden müssen.“ Damit diese Forderung realisiert werden kann, muss jedoch die Entwicklung von Alternativmethoden stärker gefördert werden. „Es ist aus diesem Grund absolut bedauerlich, dass Sozialministerin Heike Werner bis heute keinen Forschungspreis für Alternativen zu Tierversuchen ausgelobt hat. Wir fordern die Landesregierung auf, diese Bestimmung aus dem Koalitionsvertrag schnellstmöglich umzusetzen“, so Wahl weiter.

 

Landessprecher Fabian Gabriel ergänzt: „In Thüringen werden jedes Jahr Tierversuchsreihen mit über 30.000 Tieren genehmigt. Dass in den letzten Jahren laut mdr-Angaben nur 3% der Anträge vom Landesamt für Verbraucherschutz abgelehnt worden sind, verwundert uns. Die Zahlen lassen Zweifel aufkommen, ob wirklich alle Möglichkeiten von Alternativmethoden ausgeschöpft werden. Wir fordern, die Zahl der Tiere und Versuche bereits jetzt massiv zu reduzieren und die Tests zu verbessern, was das Leid der Tiere minimieren und die Ergebnisse sicherer und besser auf den Menschen übertragbarer machen kann. Um dies gewährleisten zu können, sind strikte Kontrollen und Sanktionen nötig.“

Als GRÜNE JUGEND Thüringen rufen wir dazu auf, sich dem Protestbündnis „Herz statt Hetze“ anzuschließen. Beteiligt euch an den Gegenprotesten zum 1. Mai in Gera! #gemeinsamgegenrechts #Geranazifrei

 

Der Aufruf des Bündnisses:

Wir sind viele – wir sind eins! Für soziale Gerechtigkeit, die Gleichwertigkeit aller Menschen und eine weltoffene Gesellschaft. Das sind mehr als Worte.

Wie kein anderes Datum steht der 1. Mai als „Tag der Arbeit“ für soziale Gerechtigkeit, Solidarität und ein würdevolles Zusammenleben. Seit über 120 Jahren demonstrieren Menschen für diese Werte und treten aktiv für deren Umsetzung ein. Unter dem Motto „Wir sind viele – wir sind eins“ wird der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auch in diesem Jahr wieder ein politisches Fest vor dem Kultur- und Kongresszentrum in Gera veranstalten.

Ebenfalls zu einer Demonstration hat sich an diesem Tag die Neonazi-Partei Der III. Weg angekündigt, um den 1. Mai als „Arbeiterkampftag“ für völkische Hetze zu vereinnahmen. Ziel dieses Aufmarsches ist, den öffentlichen Raum in Hör- und Sichtweite zur Gewerkschaft zu besetzen und sich als politische Macht zu inszenieren. In den letzten 20 Jahren wechselten die Neonazi-Akteure zwar ihr Auftreten in Ostthüringen, aber gerade in Gera haben die Aktivitäten eine hohe Kontinuität.

Unser Protestbündnis Herz statt Hetze ist ein Zusammenschluss von Menschen, die in der Region leben und arbeiten. Wir werden dabei unterstützt von Akteuren aus der Zivilgesellschaft, von Bündnissen und Initiativen gegen Rechts, von Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Vereinen und Verbänden aus Gera und ganz Thüringen. Mit unseren Ressourcen, Stärken und Talenten wollen wir auf vielfältige, kreative und friedfertige Weise unsere ablehnende Haltung gegenüber antisemitischen, nationalistischen und rassistischen Parolen deutlich machen. Wir tolerieren keinen Naziaufmarsch in Gera, weder am 1. Mai 2017, noch an einem anderen Tag.

Unser Handeln ist auf die Bewahrung der Grundrechte und die Verwirklichung der Menschenrechte ausgerichtet. Es ist für uns nicht hinnehmbar, wenn demokratie- und menschenfeindliche Gruppierungen und Parteien zu Gewalt gegen Flüchtlinge aufrufen, Hetzreden schwingen und somit den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft bedrohen. Es gilt heute mehr denn je: Keinen Fußbreit im öffentlichen Raum zu verschenken. Dabei begrüßen und respektieren wir die unterschiedlichen Aktionsformen – vom Zeichensetzen, über kreativen und lautstarken Protest bis hin zum zivilen Ungehorsam.

Wir rufen Euch auf – gemeinsam – Zivilcourage zu beweisen! Mit Herz statt Hetze eröffnen wir vielfältige Beteiligungs- und Handlungsmöglichkeiten und bieten dem Naziaufmarsch die Stirn. Zeigen wir den Rassisten, dass sie keine Chance haben!

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Kein „importiertes“ Problem – Neonazi-Szene in Ostthüringen

Bei den neonazistischen 1.Mai-Demonstrationen in Saalfeld (2015) und Plauen (2016) zeigte sich, dass die Anhänger der Partei Der III. Weg eine Eskalation mit Polizei und Gegendemonstranten bewusst in Kauf nehmen. So sind in Folge des Angriffs von dutzenden Schlägern auf drei Punks in Saalfeld mittlerweile einige Tatbeteiligte ermittelt worden. Der Prozess wird voraussichtlich 2017 vor dem Landgericht Gera verhandelt. Auch beim Aufmarsch in Plauen eine Gegendemonstrantin aus der Demo heraus von einem bekannten Neonazi schwer verletzt.

Die selbsternannte Kader-Organisation ist als Auffangbecken für das in Bayern verbotene und militante „Freie Netz Süd“ entstanden und zählt mittlerweile zum Kern der neonazistischen Szene in Deutschland. Seit 2016 existiert auch in Ostthüringen ein „Stützpunkt“ der Neonazi-Partei. Die zum Teil vorbestraften und polizeibekannten Anhänger der Partei beteiligen sich an rassistischen Thügida-Aufmärschen und führten mehrfach Infostände und Propagandaaktionen in Gera durch.

Ausgehend von den 1990er Jahren entstanden in Gera gefestigte Rückzugsräume für Neonazis, die von überregionaler Bedeutung sind. Hier befand sich, bis zum Verbot der Organisation, der Sitz des Schatzmeisters von „Blood & Honour“ und hier gründete sich deren Jugendorganisation „White Youth“. Während der NSU im Verborgenen Mordtaten begehen konnte, suchten andere Neonazis des „Thüringer Heimatschutzes“ den Weg in die verfassungswidrige NPD. Von 2003 bis 2014 wurden die Anhänger schließlich zu einem RechtsRock-Open Air mobilisiert, welches den Neonazis in Ostthüringen unter Ausnutzung des Versammlungsrechts eine feste Einnahmequelle sicherte.

In den vergangenen 20 Jahren wechselten die Neonazi-Akteure in und um Gera zwar ihre Namen und ihr Auftreten, aber die neonazistischen Aktivitäten haben gerade in Gera eine hohe Kontinuität. Damit muss endlich Schluss sein!

Jede Minute stirbt auf der Erde ein Mensch an Waffengewalt – das muss aufhören! Deshalb haben wir uns als GRÜNE JUGEND Thüringen heute an den Ostermärschen in Ohrfdruf und Jena beteiligt. Auch aus Thüringen werden Rüstungsgüter exportiert. Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, Initiativen wie den Thüringer Rüstungskonventionsfond zu unterstützen, der Geld für die Umwandlung von Arbeitspätzen im Bereich der Rüstung in zivile Arbeitsplätze bereitstellen soll. Die 11% Anteil des Landes an dem Jenaer Unternhemen Jenoptik sollten zum Beispiel hierein fließen. Das Land Thüringen muss sich seiner Verantwortung für Frieden und Abrüstung bewusst werden.

Die rot-rot-grünen Jugendverbände fordern die rasche Einführung eines kostengünstigen und landesweit gültigen Azubi-Tickets. Sie unterstreichen, dass die Einführung eines Azubi-Tickets eine der zentralen Forderungen an die rot-rot-grüne Landesregierung ist, an welcher  insbesondere junge Menschen den Gestaltungswillen von R2G messen werden. Bei einem Fachgespräch der Thüringer Jugendverbände mit dem Staatssekretär des Infrastrukturministeriums, Klaus Sühl am 7. April 2017, unterstrichen Linksjugend [`solid] Thüringen, Jusos Thüringen und GRÜNE JUGEND Thüringen diese Forderung.

 

Ein landesweites Azubi-Ticket, das den ländlichen Raum nicht vergisst, muss eine deutliche finanzielle Entlastung für Auszubildende mit sich bringen.

 

Die drei politischen Jugendverbände sind der festen Überzeugung, dass gerade der ländlich geprägte Raum in Thüringen auf eine kostengünstige und landesweite Beförderungsmöglichkeit für Auszubildende angewiesen ist. Sonst werden junge Menschen über kurz oder lang gezwungen sein, aus dem ländlichen Raum wegzuziehen. Hier sind auch die kommunalen (Verkehrs-)Politiker*innen gefragt, im Sinne der jungen Generation zu agieren. Ein landesweites Azubi-Ticket, das den ländlichen Raum nicht vergisst, muss eine deutliche finanzielle Entlastung für Auszubildende mit sich bringen.

Die drei politischen Jugendverbände sind enttäuscht, dass das die Einführung des sogenannten Azubitickets nur schleppend voran geht und in mehreren Phasen erfolgen muss. Die aktuelle Planung sieht dabei als erste Phase die Änderung des Schulfinanzierungsgesetzes vor mit dem Ziel, eine Schulwegefreiheit für Auszubildende zu gewährleisten.

 

Wir erwarten für die Zukunft mindestens eine belastbare (…) Konzeption, um ein kostengünstiges und flächendeckendes Ticket für Auszubildende und Freiwilligendienstleistende einführen zu können.

 

Saskia Scheler, Landesvorsitzende der Jusos Thüringen erklärt hierzu: „Wir erwarten für die Zukunft mindestens eine belastbare und über die erste Phase hinausreichende Konzeption, um ein kostengünstiges und flächendeckendes Ticket für Auszubildende und Freiwilligendienstleistende einführen zu können. Die vorgeschlagene Änderung des Schulfinanzierungsgesetzes ist ein großer, aber noch nicht ausreichender Schritt. Hierbei wird lediglich der Reiseweg vom Wohnort zur Berufsschule kostenlos. Dies reicht aber noch nicht aus!“

Georg Buder von der Linksjugend [`solid] Thüringen ergänzt: „Die Schulwegfreiheit kann nicht die Kosten vom Wohnort zum Ausbildungsort bzw. den Weg zu Ergänzungslehrgängen im Rahmen der Berufsausbildung abdecken. Dies sollte aber auch gar keine Aufgabe der öffentlichen Hand, sondern der Arbeitgeber*innen sein. Sie profitieren am meisten davon.“ Aus Sicht der rot-rot-grünen Jugendverbände sind die Arbeitgeber*innen in der Pflicht, für gute Berufs- und Ausbildungsbedingungen zu sorgen und sollten sich daher auch an der Finanzierung des Azubi-Tickets beteiligen. „Dies ist spätestens nach dem Abschluss der Pilotphase (1. Phase, Schulwegefreiheit) notwendig, notfalls über eine Änderung des Kammergesetzes“, so Georg Buder von Solid weiter.

 

Die Einführung eines Azubi-Tickets hätte deutlich bessere Chancen mit einem einheitlichen Verkehrsverbund für Thüringen.

 

Fabian Gabriel, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Thüringen fordert abschließend: „Mobilität von jungen Menschen kann aber nicht nur die Aufgabe des Landes oder der Arbeitgeber*innen sein. Die Einführung eines Azubi-Tickets hätte deutlich bessere Chancen mit einem einheitlichen Verkehrsverbund für Thüringen. Dessen Gründung unterstützen wir ausdrücklich. Hier sind insbesondere die Landrät*innen und Kommunalpolitiker*innen angehalten, die jugendfeindliche Blockadehaltung zu beenden.“ Die Gründung eines einheitlichen Verkehrsverbundes für Thüringen darf dabei aber nicht als Argument genutzt werden, um die Einführung des Azubi-Tickets zu verzögern.

 

Am 07.04.2017 trafen sich Thüringer Jugendverbände zu einem Fachgespräch zum Thema Azubiticket mit dem zuständigen Staatssekretär Klaus Sühl im Infrastrukturministerium. Auf Seite der Jugendverbände nahmen Vertreter*innen von DGB-Jugend Hessen-Thüringen, IG-Metall Jugend Thüringen, ver.di-Jugend Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, junge GEW Thüringen, die Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung sowie die politischen Jugendverbände Linksjugend [`solid] Thüringen, die Jusos Thüringen und die GRÜNE JUGEND Thüringen teil.

 

Für Nachfragen: Fabian Gabriel (Sprecher), fabian[dot]gabriel[at]gj-thueringen.de

 

GJ_PM_Azubiticket

Die GRÜNE JUGEND Thüringen unterstützt die Thüringer Ostermärsche in Jena und Ohrdruf. Wir rufen dazu auf, am 15.04.2017 für Frieden, Solidarität und Abrüstung auf die Straße zu gehen!

Der Aufruf des Bündnis zum Ostermarsch 2017 in Jena:

„Friedenspolitik beginnt vor der eigenen Haustür
Raus zum Ostermarsch 2017

Die Zahl der Kriege und bewaffneten Konflikte bleibt seit Jahren konstant hoch. Syrien, Jemen, Sudan, die Ukraine oder der Irak sind nur einige wenige Beispiele. Die Folge: Über 65 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, zeitgleich stieg die Zahl der Rüstungsexporte in den letzten Jahren weiter an. Deutschland steht bei den Exporten weltweit auf Platz 5.

Und es soll weiter aufgerüstet werden. Im Schatten der Äußerung des US-Präsidenten Trump, der auch eine atomare Aufrüstung wieder auf die Tagesordnung setzt, wollen die europäischen NATO-Staaten 2% vom BIP als Summe für den Rüstungsetat einsetzen. In Deutschland würde das eine Etatverdopplung auf fast 80 Milliarden Euro und damit auf 25% des Gesamthaushaltes bedeuten. Dabei wäre allein aus den Mitteln, mit denen der Rüstungsetat der Bundeswehr 2017 aufgestockt wurde, eine bildungspolitische Offensive möglich. Mit den 2,7 Milliarden Euro, die es im Vorjahresvergleich mehr gab, hätten die Länder rund 30.000 Lehrer*innen neu einstellen können.

Auch von Thüringen aus werden logistische Maßnahmen der Bundeswehr koordiniert wie am Truppenübungsplatz in Ohrdruf, zu dessen Aufrüstung bis zu 8 Millionen Euro investiert werden sollen. Dort stationierte Truppen nehmen auch an Auslandseinsätzen in Afghanistan und Mali teil. U.a. der größte Auslandseinsatz in Mali wird durch das Logistikkommando der Bundeswehr in Erfurt koordiniert. Die Bundeswehr wirbt mit einer Propaganda-Offensive im öffentlichen Raum um Nachwuchs, die Rolle der Jugendoffizier*innen an Schulen ist gewachsen.

Und der „Tag der Bundeswehr“ 2016 auf dem Erfurter Domplatz zeigt, dass auch in der als „Stadt des Friedens“ bekannten Landeshauptstadt der Militärapparat längst zur gesellschaftlichen Normalität geworden ist. Mit Jenoptik sitzt in Thüringen ein Unternehmen, das im Rüstungsbereich Gewinne erzielt.

Wir fordern:
– Schulen statt Panzer!
– Soziale Infrastruktur statt Aufrüstung!
– In Thüringen müssen Rüstungskonversion und die Umwandlung in zivile Produktionsbetriebe Praxis werden.
– In den Thüringer Hochschulen und Forschungseinrichtungen muss endlich eine Zivilklausel eingeführt werden.

Grund genug, auch 2017 wieder zum Ostermarsch auf die Straße zu gehen:
– gegen Krieg und Aufrüstung.
– Für eine Trendwende in der Asylpolitik.
– Abschiebungen, Abschottung und Sondergesetze müssen abgeschafft, das Grundrecht auf Asyl muss wiederhergestellt und die Zusammenarbeit mit Autokraten wie Erdogan in der Türkei beendet werden.
– Schutz und Sicherheit für Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und existenzieller Not: Friedenspolitik ist untrennbar von Antirassismus und Antifaschismus.

Schluss mit Krieg und Terror! Schluss mit Aufrüstung! Menschenrechte umsetzen! Raus auf die Straße am 15. April nach Jena zum Ostermarsch!“

Der Ostermarsch wird unterstützt durch GRÜNE JUGEND Thüringen, Jusos Thüringen, Linksjugend [´solid] Thüringen, Naturfreundejugend Erfurt, e.V., DIE LINKE Thüringen, DIE LINKE Landtagsfraktion Thüringen, Thüringer Friedenskoordination e.V., BdA/VVN Thüringen e.V., Deutscher Freidenker Verband Thüringen e.V., Martina Renner (MdB), Steffen Dittes (MdL), Johanna Scheringer-Wright (MdL), Christian Schaft (MdL), Friedensinitiative Gera, Martin-Luther King Zentrum Werdau

Zu den Facebook-Veranstaltungen für den Ostermarsch in Jena und in Ohrdruf.

 

Der März liegt hinter uns und wir haben trotz den vielen Vorbereitungen für die Landesmitgliederversammlung einiges gemacht. Im Monatsbericht erhaltet ihr einen Überblick über unsere Aktivitäten im letzten Monat. Viel Spaß beim lesen!

 

Bei der Landeskonferenz der Naturfreundejugend Thüringen 04.03.
Die GJ Thüringen war zu Beginn des Monats März zur 25 1/4 Jahresfeier der Naturfreundejugend Thüringen ins Jugendhaus Domizil in Erfurt eingeladen. Britta hielt dort im Namen der GJ Thüringen ein Grußwort und hob dabei die vielen Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Jugendverbänden hervor, die eine gute Grundlage für gemeinsame Aktionen und politische Forderungen bieten. Wir bedanken und für die Einladung und freuen uns auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit!

 

Zero Waste Workshop 06.03.
Anfang März war die GRÜNE JUGEND Erfurt zu Gast bei „Louise genießt – Unverpackte Lebensart“, dem ersten Unverpackt-Laden in Thüringen. Die Besitzerin Claudia Schmeißer erzählte zuerst etwas über die Zero-Waste-Philosophie und Probleme unseres Konsums, bevor die Teilnehmenden sich im praktischen Teil des Workshops selbst ausprobieren konnten. Hergestellt wurde neben Kosmetik- und Haushaltsprodukten auch ein Gericht aus Nudeln und Pesto.
Zum ausführlichen Bericht:
http://erfurt.gj-thueringen.de/2017/03/09/bericht-zero-waste-workshop-bei-louise-geniesst-unverpackte-lebensart/

 

Frauenkampftag am 08.03.
Am 8. März, dem internationalen Frauen*kampftag, waren wir in Jena und Erfurt für mehr Frauen*rechte auf der Straße. In beiden Städten beteiligten sich GJler*innen an den Aktionen vom Bündnis Frauen*kampftag Thüringen und forderten unter dem Motto „We don´t fight for flowers“ die politische, rechtliche und wirtschaftliche Gleichstellung von Frauen*.

 

LaPaRa 11.03.
Zum Landesparteirat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen war für uns Laura delegiert. Sie beteiligte sich für die GRÜNE JUGEND Thüringen an der politischen Aussprache, in der es insbesondere um die bisherige Arbeit der rot-rot-grünen Landesregierung ging. Als GJ Th brachten wir außerdem einen Antrag auf ausschließlich vegane Verpflegung bei Veranstaltungen der Partei ein. Dieser kam leider nicht durch, verlor allerdings nur knapp gegen den Änderungsantrag, der das gleichberechtigte Angebot von vegetarischer und veganer Verpflegung vorschreibt. Um die Delegierten von veganer Ernährung zu überzeugen, bereiteten einige junggrüne Aktive aus Jena veganen Kuchen und „Leberwurst“-Schnitten aus Tofu und Kidneybohnen vor.

 

Flussputz 18.03.
Trotz viel Regens und wenig Sonne kamen zum Flussputz am Strandgut in Erfurt um die 30 Menschen. Der Flussputz war eine gemeinsame Aktion der GRÜNEN JUGEND Erfurt, Naturfreunde Erfurt, Naturfreundejugend Thüringen und Louise genießt. Der Container wurde bis zum Rand gefüllt. Die Aktion fand in der Thüringer Allgemeinen mit zwei Artikeln auch Aufmerksamkeit durch die Presse. Gemeinsam wollten wir nicht nur praktischen Umweltschutz leisten, sondern auch die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass Grünflächen und Gewässer keine Müllflächen sind!
Zum ausführlichen Bericht:
http://erfurt.gj-thueringen.de/2017/03/27/bericht-ueber-unseren-flussputz-am-18-03-2017/

 

Anhörung Jugendpolitik 20.03.
Am Montag, den 20. März war Laura im Thüringer Landtag, um uns dort beim Anhörungsverfahren zu einer eigenständigen Jugendpolitik zu vertreten.
In ihrer zehnminütigen Stellungahme machte sie klar, dass es wichtig ist, kommunale Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche auszubauen und forderte u.a. die Einrichtung einer Landesstelle für demokratische Jugendbeteiligung durch den Freistaat.

 

Besuch bei der Landesmitgliederversammlung (LMV) der GRÜNEN JUGEND Sachsen-Anhalt 25.03.
Auf Einladung der GJ Sachsen-Anhalt zu deren LMV nahm Fabian (Gabriel) für den Landesvorstand der GJ Th teil. Die LMV fand in Magdeburg statt und drehte sich um einige Wahlen, sowie den kommenden Bundestagswahlkampf. Wir danken für die Einladung und wünschen dem neuen Landessprecher Robin Luge viel Erfolg im Landesvorstand!

 

Wahlkampfworkshop 26.03.

Zum letzten Sonntag im März trafen sich einige Aktive in der Landesgeschäftsstelle um unseren junggrünen Wahlkampf in Thüringen weiter auszuarbeiten. Dazu war Harald von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen da und leitete einen Workshop, der uns bei der Definition unserer konkreten Ziele und Zielgruppe und vielen anderen Sachen weiter half. Der Prozess für unser Wahlkampf-Konzept ist aber noch längst nicht abgeschlossen und geht in die nächste Phase.
Beim Wahlkampfworkshop mit Harald Schwalbe, Landesgeschäftsführer von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Thüringen machten wir uns Gedanken über inhaltliche Ziele für den Wahlkampf und entwarfen dabei zwei erste Aktionsideen, z.B. wie wir uns für mehr Radwege in Thüringen einsetzen können. Da nicht alle Interessierten an unseren zwei Wahlkampfworkshops teilnehmen konnten, werden wir demnächst ein Fotoprotokoll dazu rumschicken.

 

„Afghanistan – (K)ein sicheres Land?!“ Fotovortrag mit Eric Marquardt 27.03.
Die Grüne Jugend Jena lud Ende März gemeinsam mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen ins Paradiescafé Jena zum Fotovortrag „Afghanistan: (K)ein sicheres Land?“ ein. Der Fotograf und ehemalige Bundessprecher der GRÜNEN JUGEND Eric Marquardt schilderte den über 30 Teilnehmenden mit seinen Fotos seine Eindrücke und Erlebnisse in Afghanistan. Erik war selbst Ende 2016 in Afghanistan, um die dortige Situation zu dokumentieren.
Zum ausführlichen Bericht:
https://jena.gj-thueringen.de/2017/03/28/afghanistan-kein-sicheres-land/

Auf einer erfolgreichen Landesmitgliederversammlung hat die GRÜNE JUGEND Thüringen am ersten Aprilwochenende einen neuen Landesvorstand gewählt, wichtige Beschlüsse gefasst und eine neue Ortsgruppe in Gera anerkannt.

In den vierköpfigen Landesvorstand wurde Laura Wahl als Sprecherin wiedergewählt. Die 22-jährige studiert Wirtschaftswissenschaften in Erfurt und freut sich auf ihre zweite Amtszeit als Sprecherin. Ein Herzensthema ist ihr der Umwelt- und Klimaschutz: „Grüne linke Bewegungen haben das Potenzial, die Welt um uns herum zu ändern. Das will ich mit der GJ Thüringen nutzen, um mit vielen Aktionen auf der Straße Menschen von der existenziellen Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz zu überzeugen. Auch in Thüringen können wir hier noch jede Menge bewegen!“

Als Sprecher wurde der Erfurter Schüler Fabian Gabriel (18) bei nur einer Enthaltung und mit 15 Ja-Stimmen gewählt, der bisher die politische Geschäftsführung innehatte: „Besonders bildungspolitisch muss es in Thüringen endlich grundlegende Veränderungen geben. Dafür werde ich in meiner Amtszeit streiten und wenn nötig politischen Druck auf die Landesregierung ausüben.“

Vervollständigt wird der neue Landesvorstand durch Martin Püschel (26) aus Erfurt, der nun politscher Geschäftsführer der GRÜNEN JUGEND Thüringen sein wird. Martin studiert im Master Soziale Arbeit an der FH Erfurt und war seit letztem Jahr Sprecher der Ortsgruppe Erfurt. Um die Finanzen wird sich Yannik Franzki (24) aus Weimar als neuer Schatzmeister kümmern, der in Nordhausen Public Management studiert hat.

Ein Highlight der 1. Landesmitgliederversammlung war die Anerkennung der Ortsgruppe Gera, die sich am 31. März gegründet hat. Antifaschismus und der Kampf gegen Rechts sind den Geraer Aktiven sehr wichtig. Ein erstes Ziel für die neue Ortsgruppe ist es deshalb, einen breiten Gegenprotest gegen die Kundgebung vom 3. Weg am 1. Mai in Gera mit zu organisieren.

Auch wurden wieder verschiedene Beschlüsse gefasst, unter anderem der Leitantrag „Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, und für politische Bildung an Schulen!“, denn Rassismus und andere Diskriminierungsformen werden in der Schule reproduziert, anstatt antidiskriminierender und politischer Bildung genügend Platz zu geben. Wir fordern, dass an allen Schulen primär projektorientiertes Lernen statt starrer Fächer angeboten wird. Die Notwendigkeit zeigt sich besonders in der politischen Bildung: Politik kann und sollte nicht unabhängig von Geschichte,Wirtschaft, Recht, Geografie und allen anderen Gebieten betrachtet werden und anders herum.

 

PM_GRÜNE JUGEND

Schon wieder ein Monat rum. Und wieder ist viel passiert. Was genau? Einfach nachlesen! Viel Spaß dabei!

 

3.-5.02. Methodenseminar in Berlin

In Vorbereitung auf den Bundestagswahlkampf lernten Sprecherin Laura und politischer Geschäftsführer Fabian bei diesem Seminar nicht nur, wie man eine erfolgreiche politische Kampagne organisiert, sondern bekamen von Ex-Bundessprecher Erik Marquardt z.B. auch wertvolle Tipps für die Social-Media-Arbeit.

 

11.02. Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Die GRÜNE JUGEND Erfurt beteiligte sich an der vom Plätzebündnis organisierten Demonstration gegen die Abschiebungspolitik der Bundesregierung nach Afghanistan. Mehrere Hundert Menschen zogen in Erfurt vom Fischmarkt über den Anger bis zur Staatskanzlei, um ein humane Asylpolitik zu fordern. Die Demo war Teil einer Reihe von Protesten in ganz Deutschland.

 

12.02. Bundesversammlung

Christina, Sprecherin der GJ Jena, und unsere Landessprecherin Laura durften für die GRÜNE Landtagsfraktion Thüringen nach Berlin fahren und bei der 16. Bundesversammlung ihre Stimme abgeben. Was sie sonst noch so an diesem aufregenden Wochenende erlebten, könnt ihr hier nachlesen àhttp://gruene-fraktion.thueringen.de/bundesversammlung/wir-waren-die-j%C3%BCngsten

 

13.02. Infoveranstaltung in Erfurt „Unverpackte Leckereien“

„Louise genießt“ ist der erste Unverpackt-Laden Erfurts. Was der Verpackungswahn für unsere Umwelt und uns im alltäglichen Leben bedeutet und wie man sich dem entziehen kann, darüber informierte die Inhaberin Claudia Schmeißer von „Louise genießt“. Wer Einkaufen ohne lästigen Müll selbst mal ausprobieren will, findet Louise genießt in der Paulstraße 25 in Erfurt.

 

14.02. Besuch der Suchtberatungsstelle in Nordhausen

Dass das Thema Sucht auch in Geflüchtetenunterkünften thematisiert werden muss, lernten wir beim Gespräch mit Herrn Rzepus, Leiter der Suchtberatungsstelle Nordhausen. Gemeinsam mit der grünen Landtagsabgeordneten Babett Pfefferlein besuchten wir diese, um in einem interessanten Gespräch mehr über die Probleme und Potenziale der Suchtberatung herauszufinden.

 

16.02. Blut überall Blut? Alternative Monatshygiene, Erfurt

Spannende Gespräche gab es bei unserem Workshop im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Frauen*kampftag, den dreizehn junge Frauen nutzten, um sich über umweltschonende und gesündere Alternativen zu Tampons bis hin zum Konzept des „Free Bleeding“ auszutauschen.

 

18.02. Erstes Treffen des Wahlkampfteams der GJ Thüringen in Erfurt

Ende September geht es bei der Bundestagswahl darum, wie wir in Zukunft leben werden. Das werden wir nicht anderen überlassen, sondern uns selbst engagieren, so gut wir können. Unsere Bundessprecherin, Jamila, stellte bei unserem ersten Treffen des GJTh-Wahlkampfteams das Wahlkampfkonzept des Bundesvorstands vor und beantwortete unsere Fragen. Unser Wahlkampfteam wird sich in der nächsten Zeit noch häufiger zur Planung von coolen Aktionen für den Wahlkampf treffen. Die Termine schicken wir rechtzeitig rum, sodass du auch jederzeit noch dazu stoßen kannst.

 

27.02.Veranstaltung zu „Was hat R2g bisher bildungspolitisch erreicht“ in Weimar

Zusammen mit dem bildungspolitischen Referenten der grünen Landtagsfraktion, Tino Gassmann, diskutierten wir die Frage, was R2g bisher bildungspolitisch erreicht hat und was in nächster Zeit noch zu erwarten sein wird. Die Veranstaltung diente als Einführung in das Thema Bildungspolitik, welches auch das Hauptthema der ersten Landesmitgliederversammlung in diesem Jahr ebenfalls in Weimar sein wird.

 

31.02. Homepage neu gelauncht

Besucht unsere neue Homepage unterwww.gj-thueringen.de. Der Landesvorstand hat viel Zeit und Energie investiert, damit wir wieder eine Homepage auf der Höhe der Zeit haben. Dort findet ihr so ziemlich alles. Von Berichten zu Aktionen und Veranstaltungen, unsere politischen Beschlüsse, aber auch sämtliche Formulare, die man immer mal gebrauchen kann.

 

Vergesst nicht, euch zur Landesmitgliederversammlung vom 01. bis 02. April in Weimar anzumelden. Denn nur die ersten zwanzig bekommen ein super bequemes Bett zum Schlafen. Also schnell sein und unter https://www.gj-thueringen.de/aktuelles/termin/1-lmv_2017/ anmelden.

 

Die erste Landesmitgliederversammlung 2017 der GRÜNEN JUGEND Thüringen steht an und wird unter dem Motto „Unsere Bildung – Unsere Mitbestimmung!“ stattfinden.
Unter diesem Link kommt ihr zu weiteren Informationen und zur Anmeldung.


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