19.01.2012

PM 02-2012: Nach den Mittelkürzungen des Kulturministeriums - Landessprecherin kritisiert: Haushaltssperre hat verheerende Auswirkungen auf den Sozial- und Kulturbereich

Auf die jüngste Nachricht, dass aufgrund der vom Finanzminister verhängten Haushaltssperre nun nach den Zuschüssen im Sozialbereich, beispielsweise für Frauenhäuser, auch die Landeszuschüsse des Kultusministeriums für kulturelle Veranstaltungen entgegen den Erwartungen deutlich geringer ausfallen werden, äußert sich die Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen, Babette Pfefferlein sehr kritisch:

„Damit wurde nun auch den Kulturschaffenden jegliche Planungssicherheit genommen. Gerade erst gab es die Bekanntgabe des Sozialministeriums, dass den Frauenhäusern die Unterstützung gekürzt werden muss und nun das. Wir Grünen haben uns klar dafür ausgesprochen, dass sich Thüringen in den nächsten Jahren auf einen Sparkurs begeben muss. Aber diese Einsparungen müssen in einem verträglichen Maße und mit der notwendigen Sensibilität gegenüber den Betroffenen voran gebracht werden,“ so Pfefferlein.

"Hier wurde jedoch keine Rücksicht auf die im Kulturbereich laufenden Projektförderungen genommen. Das wiegt schwer, da gerade jene Kulturveranstaltungen und Festivals davon betroffen sind, die sich sehr erfolgreich in Thüringen etabliert haben. Nicht zuletzt sind Veranstaltungen wie beispielsweise das Tanz- und Folkfest in Rudolstadt eine wichtige Maßnahme, um auf die Attraktivität des ländlichen Raums aufmerksam zu machen. Wenn jetzt noch dazu käme, dass die Verleihung des prestigeträchtigen Deutschen Theaterpreises „Der Faust“ in Thüringen aufgrund von mangelnden Geldern abgesagt werden müsste, wäre das überdies sehr peinlich für den Freistaat,“ schließt die Landessprecherin.

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