13.03.2012

PM 14-2012: Chancengerechtigkeit darf nicht vom Bundesland abhängig sein

Zum den heute vorgestellten Ergebnissen der Bertelsmann-Studie "Chancenspiegel – Zur Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit der deutschen Schulsysteme" erklärt Babette Pfefferlein, grüne Landessprecherin in Thüringen:

"Die Forderungen von Minister Matschie, mithilfe derer er die angestoßenen Bildungsreformen im Freistaat weiter nach vorne bringen will, sind definitiv nicht ausreichend. Um für Thüringen einen Spitzenplatz zu nominieren, sind seine Anstrengungen bei Weitem zu kurz gedacht."

Der Ausbau des Bildungswesens sollte die zentrale Aufgabe für die kommenden Jahre sein. Dazu zählt auch die Durchlässigkeit in den Thüringer Schulen zu erhöhen, das inklusive Bildungswesen voranzutreiben und den Lehrerkräftemangel zu beheben. Hier bedarf es eines verlässlichen Planungskonzepts für Thüringen, das den Pädagogen Sicherheit bei der Gestaltung bietet und ihnen sogleich Raum für neue Ideen schafft. Thüringen braucht mehr Lehrer, mehr Ganztagsangebote und mehr frühkindliche Bildung in besser ausgestatteten Schulen.

"Leistung und Gerechtigkeit dürfen im Bildungssystem kein Widerspruch sein. Gute Bildungspolitik strebt beide Ziele gleichermaßen an", so die grüne Landessprecherin abschließend.

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Kommentare

Fest steht, dass die Unterschichten nirgendwo besser ausgebildet sind als in Ländern, die konservativ regiert sind.

Was, bitte schön, meinen Sie mit "Unterschichten"? Dieser Begriff ist diskriminierend, er geht von einem starren Gesellschaftsbild aus und impliziert, dass in der "Unterschicht" bleibt, wer dort hineingeboren ist. Wir vertreten ein dynamisches Gesellschaftsbild: Bildung und Chancengerechtigkeit erlauben auch bildungsfernen Bevölkerungsschichten den gesellschaftlichen Aufstieg. Außerdem bitte ich Sie, Ihre These zu belegen, dass in konservativ regierten Ländern Bildungsbenachteiligte besser ausgebildet sind.

Zur Unterschicht gehört, wer keinen oder zumindest keinen vernünftigen Berufsabschluss hat. Ein Bildungssystem in dem alle gleich sein müssen, weil es die Ideologen so wollen, fördert natürlich den mehr, der nicht klug ist. Mit anderen Worten: Dumme Kinder aus reichen Verhältnissen stechen kluge Kinder aus ärmeren Verhältnissen in einem linken Bildungssystem viel leichter aus als in einem "rechten" bzw. konservativen. Nach dem 18 Lebensjahr entscheidet dann Vitamin B. So ein Pech!

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