Landesparteirat beschließt Tierwohlstrategie

06.06.2016

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Glückliche Schweine auf dem Hof von Familie Bauer

Der Landesparteirat am 4. Juni 2016 in Stadtroda widmete sich mit großer Ausführlichkeit dem Thema Tierwohlstrategie und einer Landwirtschaft ohne Massentierhaltung. Der hierzu vom Landesvorstand vorgelegte Antrag wurde vom Landesschatzmeister Olaf Müller, der als Landtagsabgeordneter für Landwirtschaft zuständig ist, eingebracht. Der Grüne Europaabgeordnete Martin Häusling gab dem Thema eine europäische Dimension und Michael Grolm, der Vorsitzende der Arbeitgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Thüringen, setzte sich in seinem Redebeitrag stark für die Unterstützung von kleinbäuerlichen Strukturen ein. Mehrere weitere Redner*innen ergänzten die Debatte, die schließlich zum Beschluss "Umweltfreundlich und artgerecht - Landwirtschaft für Mensch, Tier und Natur" führte. Darin ist festgelegt, dass der Massentierhaltung ein Riegel vorgeschoben werden soll, indem Obergrenzen in der Tierhaltung eingeführt werden. Der Einsatz von Antibiotika soll reduziert werden und das Tierwohl im Vordergrund stehen.

In einem weiteren Beschluss wurde vereinbart, dass der Landesverband eine weitere Stelle besetzt, die sich der Öffentlichkeitsarbeit widmen soll. Diesen Beschluss findet ihr HIER.

Im Anschluss an den Landesparteirat folgten zahlreiche Mitglieder der Einladung zu einem Bio-Bauernhof in Tautendorf. Dort gab es Schweine und Rinder zu bestaunen, die in großzügigen Stallanlagen mit Freiflächen ein Leben führen, wie wir es allen Nutztieren wünschen würden und denen es offensichtlich gut ging. Familie Bauer, die den Hof derzeit noch als Nebenerwerbsbetrieb führt, blickt mit Optimismus auf ihre bäuerliche Existenz und hofft, nach dem Abschluss der Zertifizierung als Bio-Betrieb und nach einer Vergrößerung ihrer Pachtflächen den Hof zum Vollerwerbsbetrieb erweitern zu können.

Daran wurde deutlich, dass ökologische bäuerliche Landwirtschaft das Modell der Zukunft sein sollte und wir Grüne uns weiterhin dafür einsetzen müssen, diese Form gegenüber der industriellen Landwirtschaft mit ihren bekannten Nachteilen zu fördern und unterstützen.

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