Landessprecherin auf GRÜN WIRKT!-Tour in Jena

17.05.2017

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Im Gespräch mit der Schul- und Trägerleitung am 24.07.2017 wurde deutlich, welche Innovationskraft bei den freien Schulen zu finden ist: Ca. 25 Prozent aller in Jena lebender Kinder mit Förderbedarf werden in der UniverSaale-Schule unterrichtet. Trotz deutlicher Verbesserungen in der finanziellen Ausstattung sind die Unterschiede in der Behandlung im Vergleich zu öffentlichen Schulen spürbar. Das Schulgeld beträgt 30 bis 250 Euro – ist also sozial gestaffelt nach Elterneinkommen – und spielt bei der Aufnahme der Kinder keine Rolle. Verbesserungsbedarf sieht die Schule bei der Gestaltung der Prüfungen - zu stark sachorientiert - und bei der Finanzierung von Integrationsbegleitung.

Es ist absurd, dass schwer behinderte Kinder jährlich begutachtet werden und die Schule Hilfen nach Teilhabeförderung und Pädagogik unterscheiden muss, da verschiedene Kostenträger dafür zuständig sind. Die Eigenständigkeit der freien Schulen zieht engagierte Pädagog*innen an. „Warum geht das nicht auch an öffentlichen Schulen?“, fragen sich Stephanie Erben und Wolfgang Volkmer. Große Gemeinsamkeiten zum Grünen Positionspapier „Jenaer Bildungslandschaft kann Schule machen!“ sieht die Schulleitung bei der Förderung von Quereinsteiger-Programmen. „Von den Schulen wird erwartet, dass sie praxisnah ausbilden. Die Praxis darf aber nicht bei uns unterrichten. Großartige Menschen mit vielen Talenten finden bisher keinen Zugang zum System Schule. Daran kann man etwas ändern.“, so Wolfram Böhme, der Schulleiter.

Beim anschließenden Treffen mit den DaZ-Lehrer*innen wurde deutlich, dass die angekündigte Entfristung der Lehrer*innen für große Erleichterung gesorgt hat. Einige waren schon auf dem Absprung in andere Bundesländer. Sorgen bereiten den Lehrer*innen und auch Heidrun Schütz vom Staatlichen Schulamt Ostthüringen die Situation der Schüler*innen ab 14 Jahre, die keine oder wenig Schulerfahrung haben. Hier müssen Lösungen gefunden und umgesetzt werden. Christian Grosser, DaZ-Lehrer seit einem Jahr, meint abschließend zur Verbeamtung: „Die ist mir nicht so wichtig, ein unbefristeter Arbeitsvertrag würde mir schon reichen.“ Bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Wochen aus der Ankündigung auch wirklich ernst wird.

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