Thüringer Blick auf den Gerechtigkeitskongress

20.06.2016

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"Wie soll eine gerechte Gesellschaft aussehen?" Mit dieser Frage beschäftigten sich am letzten Wochenende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Berlin auf einem Gerechtigkeitskongress. "Es ist genug für alle da" , nur es ist falsch verteilt. Prominente Experten wie Marcel Fratzscher vom DIW (Deutschen Institut für Wirtschaft) oder Dr. Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband zeigten sehr anschaulich auf, dass die Schere zwischen oben und unten in Deutschland immer weiter aufgeht.

Was ist gerecht? Wir müssen uns der Bildungsgerechtigkeit stellen, der Kinder- und Altersarmut, der Lohngerechtigkeit, dem Recht auf eine gute Gesundheit und Pflege im Alter. Auf die Frage, wie staatliche Aufgaben in Zukunft gerechter verteilt und finanziert werden können wurde heiß diskutiert. Wollen wir die Reichen ärmer oder die Armen etwas reicher machen? Wie sieht eine ökologische Gerechtigkeit aus? Wer viel Ressourcen verbraucht, muss dafür auch entsprechend bezahlen.

Der Gerechtigkeitskongress ist ein Auftakt für eine Auseinandersetzung in der Partei, wie künftig die Weichen in Deutschland gestellt werden sollen. Im kommenden Bundestagswahlkampf steht die Frage der Umverteilung an. Wollen wir Grüne an der Steuerschraube drehen? Ist das gerecht? Können wir damit Wahlen gewinnen? Oder lieber Wahlen gewinnen und in kleinen Schritten etwas für die Schwächeren und Ausgegrenzten durchsetzen? Spannende Fragen, auf die es in Berlin noch keine Antworten gab.

Unsere Landessprecher*nnen Stephanie Erben und Rainer Wernicke waren in Berlin dabei. "Woher nehmen und nicht stehlen, dass ist die zentrale Frage, auf die wir im Wahljahr 2017 eine Antwort geben müssen", so Rainer Wernicke. "Hier müssen wir unseren Wählerinnen und Wählern eine Orientierungshilfe geben!"

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