Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit!

Der 8. März ist Internationaler Frauentag. Seit 1921 steht an diesem Tag der Kampf für Gleichberechtigung im Mittelpunkt. Natürlich ist in dieser Zeit viel passiert – eine echte Gleichstellung von Frau und Mann ist aber noch immer nicht erreicht. Auch in Deutschland nicht, was sich im Gesellschaftsbild, in der ungenügenden Vereinbarkeit von Familie und Beruf, veralteten Wertevorstellungen und eben nicht nur im Gehaltsgefüge widerspiegelt.

Ein Grund also zum Feiern und Zurücklehnen? Mitnichten. Frauenrechte sind nie vom Himmel gefallen – und müssen immer wieder erkämpft werden. Zum Beispiel das Frauenwahlrecht. Vor genau 100 Jahren durften erstmals in Deutschland Frauen wählen und gewählt werden. Weimar, der damalige Sitz der Nationalversammlung, in der somit erstmals auch Frauen saßen, ist somit auch in dieser Hinsicht ein besonderer Ort. Und wo hätten wir in diesem Jahr den Frauentag besser begehen können als dort?!

In der Villa Haar hatten wir als Landesverband gemeinsam mit dem Bundesverband zu Diskussion und Pläneschmieden eingeladen. In gemütlicher Atmosphäre diskutierten viele starke grüne Frauen u.a. mit

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende,
Anja Siegesmund, Thüringer Umweltministerin und Spitzenkandidatin für die Landtagswahl,
Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende im Bundestag,
Ursula Nonnemacher, Fraktionsvorsitzende im Brandenburger Landtag und der Spitzenkandidatin für die Landtagswahl,
und Gesine Agena, stellvertretende Bundesvorsitzende (v.l.n.r.).

Eine Botschaft kam klar heraus: Freiwilligkeit hat bislang nicht annähernd zum Ziel geführt. Gleichberechtigung muss gesetzlich verankert werden – für Parlamente, für Führungspositionen. Das Brandenburger Parité-Gesetz macht es vor, auch in Thüringen machen wir uns seit vielen Jahren genau dafür stark. Eine starke Gesellschaft kann es nur mit starken Frauen geben – gleiches gilt für die Demokratie. Und die braucht Feminismus. Für #freiheitgleichheitschwesterlichkeit.

In zahlreichen Thüringer Städten riefen breite Bündnisse außerdem zu Demonstrationen für Frauenrechte auf. Selbstbestimmungsrecht, Paragraf 219a, die Situation um Hebammen, ungleiche Löhne, die Zukunft von sozialen Einrichtungen für Frauen und und und – die Breite der Themen zeigt deutlich, dass es noch viel zu tun gibt.

Hier ein kleiner Eindruck von der Kundgebung in Erfurt:

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