Stephanie Erben äußert sich zu jüngster Kita-Studie

In dieser Woche hat die Bertelsmann-Stiftung die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, für die Haushalte mit Kindern in Kindertagesstätten befragt wurden. In den Medien fand die Auswertung ein breites Echo, beispielsweise in ZEIT, WELT und Tagesspiegel. Stephanie Erben, Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen, nahm zu den Thüringer Ergebnissen der Studie Stellung:

Bestmögliche Bedingungen für alle Kinder und die Beschäftigten in Kindergärten und Kindertagesstätten liegen uns Grünen seit jeher am Herzen. Die Studie der Bertelsmann-Stiftung kam nun zu dem Ergebnis, dass im deutschlandweiten Vergleich die Elternbeiträge in Thüringen sehr hoch sind. Vor allem die Nebenkosten für Essen und Aktivitäten sind verhältnismäßig hoch und dazu innerhalb der Thüringer Kommunen auch noch sehr unterschiedlich. Mit dem gerade in Kraft getretenen Kita-Gesetz sind Kommunen und Landkreise aber zu transparenten Angaben gegenüber den Eltern verpflichtet. Eine Debatte um die Erhöhung der Elternbeiträge, wie sie in manchen Kommunen gerade mit Verweis auf die Änderungen durch das Land geführt wird, ist deshalb unredlich. Tatsächlich bringt das beitragsfreie Kindergartenjahr deutliche Entlastungen für Familien. Dennoch lehnen wir eine Ausweitung der Beitragsfreiheit auf weitere Jahre vehement ab. Vorrang haben für uns ganz klar Qualitätsverbesserungen und eine Erhöhung des Betreuungsschlüssels durch die Einstellung von mehr Erzieherinnen und Erziehern. Denn dafür – und auch für gesundes und abwechslungsreiches Essen – sind Eltern durchaus bereit, auch mehr zu zahlen. Auch das hat die Studie belegt. Eine einheitliche Staffelung der Elternbeiträge in ganz Thüringen und größere Anstrengungen des Landes bei der Finanzierung von mehr Personal würde Kindern und Familien deutlich mehr helfen.“

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