Ein Danke genügt nicht! Mütter sind das Rückgrat unserer Gesellschaft und verdienen Unterstützung

Anlässlich des Muttertags am 10. Mai erklärt Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt, Landessprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Thüringen:

„Der Muttertag ist alljährlich ein guter Anlass, den vielen Müttern in Thüringen und andernorts Danke zu sagen – für all das, was sie für ihre Kinder, ihre Familien und die Gesellschaft leisten. Doch mit einem Danke ist es lange nicht getan. Schon vor der Pandemie haben Mütter unter starkem Druck gelitten – häufig sind sie es, die die Mehrfachbelastung aus Kinderbetreuung, Erwerbsarbeit und Haushalt schultern. Durch die Einschränkungen während der Pandemie ist diese Last ins Übermenschliche gewachsen: Durch die wegfallende Kinderbetreuung in Kindergärten und Schulen müssen viele Mütter nun nicht nur ihre Kinder betreuen, sondern gleichzeitig im Home Office arbeiten. Diese beiden Aufgaben sind nicht miteinander vereinbar! Es kann nicht sein, dass Mütter nun vermehrt ihre Jobs kündigen, weil die Gesellschaft sie im Stich lässt“, so die grüne Landessprecherin.

Kinderbetreuung sei keine private Aufgabe, „denn Kinder sind kein privates Vergnügen. Mütter und ihre Leistungen sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Sie verdienen es, nach allen Kräften unterstützt zu werden. Dazu gehört es nicht nur, dass auch Väter einen gerechten Anteil an Kinderbetreuung und Haushaltsführung übernehmen und dafür gegebenenfalls ihre Arbeitszeit reduzieren. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss dringend verbessert werden – durch Angebote wie Lebenszeitkonten, Home Office, flexiblere Arbeitszeiten und deutlich ausgebaute Angebote zur Kinderbetreuung, die auch die Tagesrandzeiten abdecken. Das bedeutet auch, jetzt möglichst bald flächendeckende Angebote zur Kinderbetreuung wiederherzustellen und Schulen und Kindergärten wieder zu öffnen – ergänzt durch alternative Betreuungskonzepte“, betont Bohm-Eisenbrandt.

„Vor allem müssen wir endlich aufhören, überhöhte Anforderungen an Mütter zu haben und von ihnen ständige Selbstaufopferung zu erwarten. Denn Mütter sind vor allem eins: Menschen. Auch sie haben nur begrenzt Kraft und verdienen Anerkennung und Unterstützung – nicht nur am Muttertag, sondern an jedem Tag im Jahr!“

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