Pfefferminzbahn – demnächst von Sömmerda bis Jena?

Bei einem Treffen in Auerstedt informierte sich Denis Peisker über den Stand der Diskussionen um die Pfefferminzbahn. Die Pfefferminzbahn ist eine Eisenbahnstrecke in Nordthüringen, die von Straußfurt über Sömmerda, Kölleda und Buttstädt nach Großheringen führt. Streckenbetreiber ist die private Thüringer Eisenbahn GmbH. Regelmäßigen Reiseverkehr gibt es seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 nur noch im Abschnitt Sömmerda – Buttstädt und weitgehend nur im 2-Stunden-Takt. Doch mehrere Akteure bemühen sich um eine Verbesserung des Verkehrsangebotes. Die Strecke hat eine nennenswerte Bedeutung für den Güterverkehr, neben den regelmäßigen Güterzügen nach Weißensee und Kölleda werden im Rahmen von Sonderverkehren vorwiegend land- und forstwirtschaftliche Güter transportiert. Potentiale gibt es auch für touristische und Ausflugsverkehre, insbesondere hinsichtlich der Anbindung an das Weinanbaugebiet Saale-Unstrut.

Als Ergebnis einer Fahrgastbefragung hat der Auftraggeber, das Land Thüringen, bereits reagiert und von Montag bis Freitag nachmittags ein zusätzliches Zugpaar beauftragt, so dass es nun am Nachmittag wieder stündliche Zugverbindungen gibt. Dies wird auch vom Pfefferminzbahn e.V. sehr begrüßt. Allerdings fordert er, unterstützt von Bürger*innen der Region, zudem einen Stundentakt in der gesamten Hauptverkehrszeit und eine Verbesserung im Tarif sowie zusätzliche touristische Angebote.

Viele Menschen sprechen sich auch für einen Ausbau der Bahnstrecke mit dem Ziel einer Bahnverbindung von Sömmerda bis nach Jena aus. Eine Petition mit über 3.000 Unterschriften konnte einen ersten kleinen Erfolg erzielen: Im Nahverkehrsplan des Freistaates wurde als Prüfauftrag die Integration der Pfefferminzbahn in ein regionales Nahverkehrskonzept von Sömmerda bis Jena festgelegt. Wir Grüne werden diesen Prozess weiter begleiten. Für Anfang nächsten Jahres wurde ein Folgetermin mit Denis Peisker vereinbart, um über die Ergebnisse des Prüfautrages zu berichten, zu dessen Untersetzung mit Hilfe der TU Dresden unter Einbeziehung aller Akteure vor Ort eine Masterarbeit angefertigt werden soll.

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