Demo „Wir haben es satt!“ | Thüringer Grüne mit dabei

Zur Großdemo „Wir haben es satt!“ am 19. Januar hatte bundesweit ein aus über 50 Organisationen bestehender Trägerkreis aufgerufen, um für eine andere Landwirtschaftspolitik mobil zu machen. Unter den Zehntausenden, die in Berlin auf die Straße gingen, waren auch viele Thüringer Grüne. Beispielsweise reiste Anja Siegesmund, unsere Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, gemeinsam mit vielen Mitstreiter*innen mit einem voll besetzten Bus des BUND Thüringen an.

Das Ziel ist klar: Es geht um eine soziale, bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung, um Klimagerechtigkeit und um gutes Essen! Adressat der Demonstration ist die Bundesregierung, die in diesem Jahr einen maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung zur Reform der EU-Agrarförderung hat. Die Agrarreform legt fest, wohin die EU-Landwirtschafts-Fördergelder fließen werden. Bislang bekommt der, der viel Land besitzt, auch viel Geld. Die Agrarindustrie streicht so Steuermilliarden ein, während die finanziellen Nöte der Kleinbauern immer größer werden. Landwirtschaft im Einklang mit der Natur ist so kaum möglich. Die Folge: Megaställe, Monokulturen, Glyphosat, Artenschwund, Antibiotikaresistenzen – ein System, das weder verbraucher- noch tierfreundlich ist.

Auf dem Weg zur Großdemo hatten sich Bäuerinnen und Bauern vor dem Thüringer Landtag versammelt, um gegen die Landwirtschaftspolitik zu demonstrieren, bevor sie mit ihren Traktoren nach Berlin fuhren. Dort waren sie nicht allein: Über 170 Trecker führten den Kundgebungszug an.

Gemeinsam mit Umwelt- und Landwirtschaftsverbänden und -organisationen streiten wir für ein Umdenken: Wir haben Agrarindustrie satt – Essen ist politisch! Ein Großteil der 60 Milliarden Euro des Agrarhaushalts wird noch immer hauptsächlich dazu verwendet, große industrielle Agrarkonzerne zu fördern. Das treibt Umweltzerstörung, Industrialisierung, Höfesterben und Exportorientierung voran. Damit muss endlich Schluss sein! Das Geld muss in eine grüne Landwirtschaft investiert werden – für gesunde, ökologisch und regional produzierte Lebensmittel. Der Schutz von Klima, Boden, Wasser, Artenvielfalt und Tieren muss im Mittelpunkt unserer Landwirtschaftspolitik stehen.

Hier ein kleiner Eindruck von der Demo in Berlin – mit Anja Siegesmund, die sich zu unseren Zielen für die Agrarpolitik:

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