BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen wird bei der regulären Landesdelegiertenkonferenz am 13. und 13. November in Suhl einen neuen Landesvorstand wählen. Die Landessprecher*innen Ann-Sophie Bohm und Luis Schäfer haben sich gegen eine erneute Kandidatur entschieden und werden den Staffelstab weiterreichen. Dabei blicken beide auf eine intensive Zeit politischer Herausforderungen zurück und werden dem Landesverband auch zukünftig als wichtige kommunalpolitische Stimmen erhalten bleiben.
Ann-Sophie Bohm hat den Landesverband fast sieben Jahre als Landessprecherin durch bewegte politische Zeiten geführt. Von der Corona-Pandemie über die Kemmerich-Krise bis zum verpassten Wiedereinzug in den Thüringer Landtag prägten zahlreiche Herausforderungen ihre Amtszeit. Zuletzt begleitete sie die strategische Neuaufstellung des Landesverbands.
Ihren Schritt erklärt Ann-Sophie Bohm wie folgt: „Die vergangenen Jahre waren politisch turbulent und herausfordernd. Der verpasste Wiedereinzug in den Landtag war bitter. Doch wir haben unsere Lehren gezogen, uns neu aufgestellt und sind als Partei sichtbar geblieben. Nach fast sieben Jahren in einem anspruchsvollen Amt möchte ich nun mehr Zeit mit meiner Familie verbringen. Daher ist es jetzt Zeit, den Staffelstab weiterzugeben – mit großer Dankbarkeit für alles, was wir gemeinsam erreicht haben, und im Vertrauen auf die vielen Menschen, die bereitstehen, Verantwortung zu übernehmen.“
Auch Luis Schäfer wird bei der Landesdelegiertenkonferenz nicht erneut für das Amt des Landessprechers kandidieren. In den vergangenen Jahren hat er sich dadurch verdient gemacht, dass die Partei auch außerhalb des Parlaments eine wahrnehmbare politische Stimme im Freistaat war. Nun hat er zusätzliche Verantwortung in seiner Heimatstadt Gera übernommen: als Mitglied des Stadtrats und als Ortsteilbürgermeister in der Geraer Innenstadt. Künftig möchte er seinen politischen Schwerpunkt stärker auf die kommunale Arbeit legen.
Luis Schäfer zu seinen Beweggründen: „Mein Anspruch an mein politisches Handeln war immer, das Leben der Menschen konkret zu verbessern. Als Stadtratsmitglied und Ortsteilbürgermeister kann ich genau dafür in meiner Heimatstadt Gera Verantwortung übernehmen. Darauf möchte ich mich in der nächsten Zeit mit voller Kraft konzentrieren. Zudem haben mich im letzten Jahr gesundheitliche Hürden begleitet, die ich zunächst angehen muss. Ich bin weiterhin politisch und setze mich für eine zuversichtliche, zukunftsorientierte und generationengerechte Politik ein. Nur vorerst an einer anderen Stelle.“