Pflegeversicherung vom Kopf auf die Füße stellen – GRÜNE: Maximal 1.000 Euro Eigenanteil für stationäre Pflege

Angesichts der weiter dramatisch steigenden Eigenanteile in der stationären Pflege erklärt die Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen, Ann-Sophie Bohm: 


„Wir müssen das System der Pflegeversicherung vom Kopf auf die Füße stellen. Nicht der Zuschuss durch die Pflegeversicherung sondern der Eigenanteil der Pflegebedürftigen muss gedeckelt werden. Mittlerweile wird man mit mehr als 3.000 Euro an monatlicher Zuzahlung für die Pflege in einem Heim in Thüringen zur Kasse gebeten. Wer soll sich das noch leisten können ohne zu verarmen? Daher fordern wir eine Begrenzung des Eigenanteils auf maximal 1.000 Euro pro Monat für die stationäre Pflege. Der Bund ist in der Pflicht für eine auskömmliche Finanzierung der Pflegeversicherung zu sorgen. Beispielsweise indem auch Beamte, Selbstständige und Politiker*innen in die Finanzierung der gesetzlichen Pflegeversicherung einbezogen werden. Pflegeeinrichtungen dürfen nicht zu Armenhäusern werden. Der letzte und durch Pflege geprägte Lebensabschnitt muss ein würdiger sein. Die Bundesregierung muss eine Reform der Pflegefinanzierung endlich priorisieren und Bürger*innen entlasten. 


Eine Übernahme der Investitionskosten durch das Land, wie es die Brombeere anstrebt, ist nicht der richtige Weg. Sie würde die Kosten für Pflegebedürftige kaum reduzieren, dafür aber den Freistaat viel Geld kosten.“