Reduzierung von schweren Verkehrsunfällen braucht mehr Priorität

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Jeder Verkehrstote ist einer zu viel

Die aktuelle Statistik der Verkehrsunfälle im Jahr 2025 kommentiert Ann-Sophie Bohm, Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:

„Selbst wenn die Zahl der Verkehrstoten leicht gesunken ist: Jeder Tote ist einer zu viel. Die „Vision Zero“, also das Ziel von null Verkehrstoten, muss endlich auch in Thüringen umgesetzt werden. Es fehlt nach wie vor ein Maßnahmenplan oder überhaupt erkennbare Anstrengungen, die Zahl der Verkehrstoten und der schweren Unfälle zu senken. Aufklärungskampagnen können nur ein Bestandteil davon sein.“

„Die Ursachen sind strukturell: In Thüringen wird wie in ganz Deutschland zu schnell gefahren. Weniger Tempo ist die wirkungsvollste Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit für alle.
Es ist notwendig, die Möglichkeiten der StVO für niedrigere Geschwindigkeiten konsequent umzusetzen. Tatsächlich wollen auch viele Kommunen Tempo 30 einführen. Das Land muss die Kommunen in ihren Bemühungen für mehr Verkehrssicherheit unterstützen – jedoch ist die Realität oft, dass das Land Initiativen der Kommunen torpediert und höhere Geschwindigkeiten anweist. Das muss ein Ende haben. Eigene Verantwortung muss das Land auch bei der Prüfung von Tempolimits auf den Landesstraßen übernehmen. 93 Tote sind 93 zu viel – daran muss sich die Landespolitik messen lassen.“


Link zur Verkehrsunfallstatistik 2025:
https://innen.thueringen.de/fileadmin/Thueringer_Polizei/polizei/Statistiken/VKU_2025.pdf