Die weiter gesunkene Geburtenrate im Freistaat kommentiert Ann-Sophie Bohm, Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:
„Es ist traurigerweise nicht überraschend, dass die Geburtenrate weiter gesunken ist. Angesichts von internationalen Kriegen und Krisen, Verunsicherung durch fortlaufende Angriffe auf den Sozialstaat und mangelhaften Bedingungen für Vereinbarkeit gibt es viele Gründe, die Familien und insbesondere Frauen davon abhalten Kinder zu bekommen. Statt darüber zu spekulieren, welche Maßnahmen konkret in Thüringen helfen könnten, sollte die Landesregierung die Perspektive der wichtigsten Beteiligten systematisch einbeziehen: die der Frauen und insbesondere der Mütter.“
„Denn obwohl die Perspektive der Frauen selbst die entscheidenste dabei ist, wird sie in den Diskussionen kaum berücksichtigt. Stattdessen machen viele Mütter die Erfahrung, dass ihre Bedürfnisse nicht ernst genommen werden. Es ist endlich an der Zeit das zu ändern. Ich fordere daher die Landesregierung auf, die Bedarfe bei den Frauen und insbesondere den Müttern selbst abzufragen – über Umfragen, Bürgerinnenräte für Frauen und Mütter und Regionalkonferenzen.“
„Angesichts der dramatischen Zahlen insbesondere in Thüringen muss sich dieses Land stärker um Frauen bemühen. Es braucht das deutlich Signal: Wir hören euch zu und wir sind willens, etwas zu ändern. Denn nur wenn Frauen die Sicherheit haben, dass sie hinreichend Unterstützung bekommen und nicht die Belastungen allein schultern müssen, werden sie den Schritt zur Elternschaft oder zu weiteren Kindern gehen.“