Die Thüringer Bündnisgrünen begrüßen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Weimar, die „Kufiya-Proteste“ nicht vor der Gedenkstätte Buchenwald zuzulassen. Dazu Landessprecherin Ann-Sophie Bohm:
„Ich bin dankbar für die klare Kante, die sowohl die Stadt Weimar als auch das Verwaltungsgericht hier zeigen. Holocaust-Gedenken darf nicht instrumentalisiert werden. Die systematische Verfolgung und Ermordung von Millionen Jüdinnen und Juden ist das schwerwiegendste Verbrechen in der Geschichte der Menschheit. Das Gedenken an die Opfer der Schoah darf nicht mit tagesaktuellen politischen Forderungen vermischt werden, insbesondere dann, wenn sie den Holocaust relativieren. Die Gedenkstätte Buchenwald ist bereits zu vielen Angriffen ausgesetzt, obwohl ihre Arbeit so wichtig ist wie nie. In diesen Zeiten braucht es mehr Schutz und Rückendeckung für die Erinnerungskultur, statt weiterer Versuche diese auszuhöhlen. Daher ist es gut, dass nun klargestellt ist: die Würde der Opfer ist unantastbar.“