Leid von Straßenkatzen beenden, Ehrenamtliche stärker unterstützen – BÜNDNISGRÜNE unterstützen die Forderung des Tierschutzbundes nach landesweiter Katzenschutzverordnung

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Anlässlich der am Samstag, den 10. Oktober in Erfurt stattfindenden Demonstration des Thüringer Tierschutzbunds für die Einführung einer landesweiten Katzenschutzverordnung erklärt Ann-Sophie Bohm, Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen: 

„Wir brauchen endlich eine landesweite Katzenschutzverordnung mit Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen. Denn jedes Jahr kommen tausende neue Straßenkatzen zur Welt, die sich selbst überlassen bleiben. Sie hungern, leiden unter Krankheiten und Parasiten und bringen unter schwierigen Bedingungen weiteren Nachwuchs zur Welt. Häufig beginnt das Katzenelend mit einer unkastrierten Hauskatze, die draußen unterwegs ist. Wer seine Katze nach draußen lässt, muss auch Verantwortung für ihre Fortpflanzung übernehmen. Wir unterstützen deshalb die Forderung des Landestierschutzverbandes nach einer einheitlichen Regelung für ganz Thüringen.“

Ann-Sophie Bohm weiter: „Katzenschutz darf nicht davon abhängen, in welcher Gemeinde eine Katze lebt. Dafür wurde wurde noch unter grüner Regierungsbeteiligung ein echter Meilenstein gelegt, sodass Kommunen Katzenschutzverordnungen erlassen können. Einige haben davon bereits Gebrauch gemacht. Doch Katzen halten sich nicht an Gemeindegrenzen, und auch das Tierleid endet nicht dort, wo eine kommunale Verordnung aufhört. Es ist deshalb konsequent, eine landesweit einheitliche Lösung anzustreben. Mit Kastration lässt sich verhindern, dass immer neue Tiere geboren werden, die später niemand versorgen kann. Kennzeichnung und Registrierung helfen außerdem, entlaufene Katzen ihren Halter*innen zurückzubringen. Wir wollen wirksamen Katzenschutz für ganz Thüringen statt unterschiedlicher Regeln von Ort zu Ort.“

Ann-Sophie Bohm abschließend: „Das Land muss Tierschutzvereine und Tierheime stärker finanziell unterstützen, statt sie mit der Verantwortung allein zu lassen. Wenn Ehrenamtliche kranke Straßenkatzen einfangen, zum Tierarzt bringen, Kastrationen organisieren und anschließend Futterstellen betreuen, kostet das nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld. Gleichzeitig müssen Tierheime Fundtiere versorgen und immer wieder Tiere aufnehmen, für die sich kein Zuhause findet. Viele Vereine stemmen diese Aufgaben mit Spenden, privaten Mitteln und unzähligen ehrenamtlichen Stunden. Das kann auf Dauer nicht funktionieren. Wer Tierschutz ernst nimmt, muss die Menschen unterstützen, die ihn jeden Tag praktisch leisten – mit verlässlicher Finanzierung, klaren Zuständigkeiten und einer verbindlichen Zusammenarbeit von Land, Kommunen und Tierschutzvereinen.“

Hintergrund: 


– Forderungen des Landestierschutzverband Thüringen nach landesweiter Katzenschutzverordnung: https://www.tierschutzthueringen.de/katzenschutzverordnung
– Übersicht zur geltenden Regelung in Deutschland und zu Kommunen, die bereits Katzenschutzverordnungen erlassen haben, darunter zahlreiche Orte in Thüringen – Deutscher Tierschutzbund: Gemeinden mit Katzenkastrationspflicht: https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/haustiere/katzen/gemeinden-mit-katzenkastrationspflicht/

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