Nordhäuser Landrat führt Arbeitszwang Irrweg fort

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Die Verstetigung der Pflicht zur gemeinnützigen Arbeit für junge Bürgergeldempfänger*innen kommentiert Ann-Sophie Bohm, Landesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:


„48 von 50 – so viele Jugendliche haben trotz Arbeitszwangs nicht den Weg in den ersten Arbeitsmarkt gefunden. Das ist eine traurige Bilanz und zeigt, dass das Projekt nicht funktioniert. Herr Jendrike scheint noch stolz darauf zu sein, wie viele junge Menschen sanktioniert wurden, ohne nach den Hintergründen des Nichterscheinens zu fragen. Alle jungen Bürgergeldempfänger*innen zu gängeln, um die schwarzen Schafe ausfindig zu machen, ist eine merkwürdige Strategie. Häufig existieren viel größere Hürden für junge Bürgergeldempfänger*innen: Perspektivlosigkeit, fehlender Schulabschluss, fehlende Unterstützung aus dem Elternhaus. Wenn es Herrn Jendrike wirklich um die jungen Menschen gehen würde, würde er den Fokus auf Weiterbildung, Qualifizierung und sozialpädagogische Begleitung legen. Die Pläne, den Arbeitszwang mittelfristig auf alle Bürgergeldempfänger*innen ausweiten zu wollen, zeigen jedoch, dass es darum nicht geht, sondern um Stigmatisierung und Verachtung von Menschen, die staatliche Leistungen beziehen.“