Armutsbericht alarmierend – junge Menschen und Alleinerziehende besonders betroffen!

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Angesichts des gestern veröffentlichten Armutsbericht kommentiert Ann-Sophie Bohm, Landessprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:

„Die Zahlen des Armutsberichts sind alarmierend. Wir sehen, dass Armut in Thüringen zunimmt. Besonders besorgniserregend ist die hohe Armutsquote bei jungen Menschen. Gerade in den Unistädten ist Wohnraum teuer und die Lebensmittelpreise steigen schneller als das BAföG. Die Bundesregierung muss endlich liefern und die Reform des BAföG auf den Weg bringen. Es geht hier nicht um Luxusdiskussionen, sondern darum, die Existenz tausender junger Menschen abzusichern und zu garantieren, dass die dringend benötigten Fachkräfte überhaupt entstehen können. Zusätzlich müssen die Anstrengungen im Land für bezahlbaren Wohnraum für Studierende ausgeweitet werden, sowohl über das Studierendenwerk als auch über die kommunalen Wohnungsgesellschaften.“

„Es ist nach wie vor ein Skandal, dass Alleinerziehende so überproportional von Armut betroffen sind und damit auch viele Kinder. Das können wir als Gesellschaft nicht länger hinnehmen. Niemand, der Kinder aufzieht, sollte dadurch in die Armut rutschen. Es ist genau der falsche Zeitpunkt, den Unterhaltsvorschuss auf Bundesebene streichen zu wollen. Stattdessen müssen Alleinerziehende, die überwiegend Frauen sind, stärker in den Blick genommen und unterstützt werden, beispielsweise durch flexiblere Jobangebote und gezielte Ermäßigungen.“

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