Wolfsstatus herabsetzen löst keine Probleme – GRÜNE setzen auf Herdenschutz statt Symbolpolitik

Die Brombeer-Koalition will gegenüber dem Bund einfordern, dass der Schutzstatus des Wolfes herabgesetzt wird. Dafür soll es im nächsten Plenum einen entsprechenden Antrag geben.

Das kommentiert Luis Schäfer, Landessprecher BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Thüringen:
„Nur den Schutzstatus des Wolfes herabzusetzen löst kein konkretes Problem. Statt das blinde Abschießen zu gewähren, ist es wichtiger den Herdenschutz weiterhin zu stärken. Bei den meisten Rissen bestand nämlich kein optimaler Herdenschutz und in diesem Bereich kann Thüringen, anders als beim Schutzstatus, tatsächlich handeln.“

„Hierfür haben wir in Thüringen unter damaliger Bündnisgrüner Leitung des Umweltministeriums eine Vorreiterrolle in Deutschland eingenommen. Dank dem damaligen Bündnisgrünen Bemühungen wird der Herdenschutz bereits bis zu 100 Prozent gefördert, außerdem werden mögliche Vorfälle finanziell erstattet. “

„An sich handelt es sich um einen großen Erfolg: Der Wolf ist wieder in Thüringen heimisch und das hätte ohne Artenschutz nicht funktioniert. Dass der Umweltminister nun wenige Monate nach Amtsantritt beginnt dem Naturschutz den Kampf anzusagen, ist höchst bedenklich.  Es ist zu befürchten, dass der Wolf nicht das letzte Tier bleibt, dessen Schutzstatus abgesenkt werden soll. Ich fordere Thilo Kummer auf seine Tätigkeiten evidenzbasiert und FÜR den Umwelt- und Naturschutz auszurichten!“

Hintergrund: Antrag der Thüringer Regierungsfraktionen
https://parldok.thueringer-landtag.de/ParlDok/dokument/101062/schutz_der_bevoelkerung_und_der_weidetiere_vor_dem_wolf_in_thueringen_verbessern_wolfsstatus_auf_eu_und_bundesebene_anpassen_wolfsmanagementplan_fue.pdf