Wolfshybriden immer noch in Ohrdruf

Seit einigen Jahren lebt auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Ohrdruf bei Gotha eine Wölfin, die sich im vergangenen Jahr mit einem streunenden Hund gepaart hat. Die sechs Nachkommen, sogenannte Wolfshybriden, die derzeit noch in einem Rudel mit ihrer Mutter dort leben, sind sowohl für den Artenschutz als auch für Menschen und Tierhalter in der Region ein Problem. Warum das so ist, könnt ihr noch einmal nachlesen in unserem Interview mit Anja Siegsemund und Burkhard Vogel.

Seit klar ist, dass es sich um Hybriden handelt, bemüht sich das zuständige Umweltministerium um die Umsiedlung der Tiere in ein tiergerechtes Gehege. Seit Wochen stehen in der Region deshalb Lebendfallen, um die Tiere einzufangen. Mit dem Bärenpark Worbis ist vertraglich vereinbart, dass die Wolfshybriden dort eine neue Bleibe finden sollen. Trotz sehr hohem Aufwand (bisher wurden noch nie so viele Lebendfallen in einem Areal aufgestellt wie jetzt in Thüringen) ist bisher noch kein Wolfshybrid in diese Fallen gegangen. Wölfe – und offensichtlich auch diese Hybriden – sind sehr scheue Tiere. Da die Tiere inzwischen groß sind, jetzt bald geschlechtsreif werden und damit auch ihr derzeitiges Revier jederzeit verlassen können, werden jetzt auch andere Schritte in Erwägung gezogen. Der Abschuss der Wolfshybriden ist nicht mehr ausgeschlossen. Parallel dazu werden die Bemühungen zum Einfangen der Tiere und die Umsiedlung in den Bärenpark Worbis intensiviert. Allen verantwortlichen Beteiligten ist klar, dass das die wünschenswertere Lösung im Interesse des Naturschutzes, der Tiere und der Menschen wäre.

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