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Die „Kommission Schule“ leistet wichtige Arbeit

Die Thüringer Landesregierung hatte in den vergangenen Monaten eine „Kommission Schule“ einberufen, die sich mit den strukturellen Problemen in der Thüringer Schullandschaft beschäftigt hat. Wichtige Stichworte waren dabei der häufige Unterrichtsausfall durch den Lehrermangel in einigen Fächern verbunden mit vergleichsweise hohen Kosten im Thüringer Bildungssystem insgesamt.

Aus grüner Sicht ist festzuhalten: Der Blick von außen durch die „Kommission Schule“ ist erst einmal sehr hilfreich. Notwendige Reformvorschläge im Schulsystem werden in den seltensten Fällen aus dem Bildungssystem selber kommen, da bei den Akteuren die Sorge vor Veränderungen groß ist. Viele der Vorschläge, die die Kommission gemacht hat, klingen sehr vernünftig:

Es wird eine stärkere Kooperation zwischen staatlichen Schulämtern und den Schulträgern gefordert.
Das Land soll klare Vorgaben für die Schulnetzplanung in den Regionen machen. Das schließt auch Mindestklassengrößen ein. Diese Landesvorgaben sind in vielen Bundesländern längst Standard.
Die Kommission fordert, die LehrerInnen-Vertretungsreserve durch Aufstockung endlich so aufzustellen, dass landesweit weniger Unterricht ausfällt. – Es sollen neue Schulkooperationen in ländlichen Gebieten initiiert werden, um Schulstandorte zu erhalten – vor allem im Grundschulbereich gilt die Devise „kurze Beine-kurze Wege“.
Die Kommission greift eine grüne Forderung nach Seiteneinsteiger-Programmen auf. In handwerklichen oder musischen Fächern könnten bestens qualifizierte Seiteneinsteiger im Schuldienst ein guter Lösungsansatz bei Lehrermangel sein.
Die Kommission hat noch weitere strukturelle Veränderungen vorgeschlagen. Viele dieser Forderungen sind aus grüner Sicht sinnvoll. Doch nun muss diese Debatte in der Öffentlichkeit und im Parlament geführt werden. Parallel dazu arbeiten wir momentan parteiintern an grundsätzlichen Überlegungen zu „guter Schule“. Im Herbst 2017 wird das ein wichtiges Thema auf unserem Parteitag sein.

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