Rücktrittsforderungen gegen Stephan Kramer zeigen unerträgliche Nähe zwischen Thüringer CDU und AfD

Dass CDU und AfD den Rücktritt des Verfassungsschutzpräsidenten fordern, weil dieser dem Direktkandidaten zur Bundestagswahl im Wahlkreis 196, Hans-Georg Maaßen, die Verwendung antisemitischer Stereotype attestiert hat, zeigt deutlich, wie eng Teile der CDU mit der Gedankenwelt der AfD liebäugeln.
 
Landessprecher Bernhard Stengele erklärt dazu: „Der respektlose Umgang mit der Würde eines so sensiblen Amtes, wie dem des Verfassungsschutzpräsidenten, ist Beweis für die Missachtung einzelner Teile der Thüringer CDU und der AfD gegenüber unserem demokratischen Staatswesen. Wenn Stephan Kramer, der selbst von 2004 bis Januar 2014 Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland und Leiter des Berliner Büros des European Jewish Congress war, zu der Expertise kommt, dass Hans-Georg Maaßen sich antisemitischer Stereotype bedient, sollte die CDU in Thüringen, angeführt von Christian Hirte und Mario Voigt, sich von diesem gefährlichen Kandidaten endlich klar und deutlich distanzieren. Ebenso sollten sie auf die Südthüringer CDU einwirken, Herrn Maaßen aus dem Spiel zu nehmen.“
 
Bernhard Stengele erklärt weiter: „Herr Maaßen ist durch seine fortwährende Wortwahl ein Brandbeschleuniger für rechts. Als ehemaliger Verfassungsschützer, mit der Materie vertraut, macht er sich schuldig, antisemitische Sprache ins bürgerliche Lager zu implementieren und damit salonfähig zu machen. Damit bringt er die viel zitierte Brandmauer zum Einsturz. Mario Voigt, der eben noch Rainer Haseloff zujubelt, verkennt völlig, wie stringent der sachsen-anhaltinische Ministerpräsident sich gegenüber der AfD abgegrenzt hat. Daran sollte er sich ein Vorbild nehmen. Dass ausgerechnet Michael Heym hier wieder am lautesten schreit, passt ins Bild einer wortbrüchigen und moralisch desorientierten CDU in Thüringen.“
 

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